Posts by Richard

    Wer kennt von euch Martin Heidegger, "Einleitung in die [lexicon]Philosophie[/lexicon]" (Band 27 der Gesamtausgabe)?

    Ein ganz hervorragendes Buch, das neben anderen seinen unverrückbaren Platz in der Geschichte der [lexicon]Philosophie[/lexicon] behalten wird und auch heute noch wertvoll ist für all diejenigen, die der [lexicon]Philosophie[/lexicon] Martin Heideggers vorurteilsfrei begegnen können.

    Wer kennt von euch Martin Heidegger, "Einleitung in die [lexicon]Philosophie[/lexicon]" (Band 27 der Gesamtausgabe)?

    Ein ganz hervorragendes Buch, das neben anderen seinen unverrückbaren Platz in der Geschichte der [lexicon]Philosophie[/lexicon] behalten wird und auch heute noch wertvoll ist für all diejenigen, die der [lexicon]Philosophie[/lexicon] Martin Heideggers vorurteilsfrei begegnen können.

    Du ahnst es, ich habe keine Grünen Daumen.Lass mich die Zeile 1 bis 8 leicht umstellen:

    1/3 Denken ist das Nahe-Wohnen / edle Schonen,
    2/4 ist der stille Dank / der kühne Rank.
    **** Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der wie folgt beschriebenen ist:
    5/6 Eines Wegs der dunklen Zeichen, ehren zwischen Nichts und Sein.
    7/8 Denken ist das Nie-Entweichen aus dem Bösen, vor der Pein.

    **** Die dunklen Zeichen ehren das Sterbliche, das zwischen Nichts und Sein liegt. Das passt doch recht alltäglich gut, meine ich.

    Ich möchte hier @idea recht geben: Das Denken, das überallhin hinaufwächst - "Denken ist [...] der kühne Rank" dürfte eine [lexicon]Metapher[/lexicon] dafür sein, das wir wissenschaftlich-trocken "Evolution des Wissens" nennen.

    Du ahnst es, ich habe keine Grünen Daumen.Lass mich die Zeile 1 bis 8 leicht umstellen:

    1/3 Denken ist das Nahe-Wohnen / edle Schonen,
    2/4 ist der stille Dank / der kühne Rank.
    **** Der kühne Rank ist für mich die Kehre, der Blick in den Abgrund, der wie folgt beschriebenen ist:
    5/6 Eines Wegs der dunklen Zeichen, ehren zwischen Nichts und Sein.
    7/8 Denken ist das Nie-Entweichen aus dem Bösen, vor der Pein.

    **** Die dunklen Zeichen ehren das Sterbliche, das zwischen Nichts und Sein liegt. Das passt doch recht alltäglich gut, meine ich.

    Ich möchte hier @idea recht geben: Das Denken, das überallhin hinaufwächst - "Denken ist [...] der kühne Rank" dürfte eine [lexicon]Metapher[/lexicon] dafür sein, das wir wissenschaftlich-trocken "Evolution des Wissens" nennen.

    Tatsächlich dürfen wir davon ausgehen, dass laufend beliebig Vieles geschieht, ohne dass dies Gegenstand irgendeiner Behauptung wird [So ist es!]

    Mit anderen Worten, die vorgetragenen Argumente sind dir (richard) egal?


    Nehmen wir das oben Genannte als dein Argument (und das "So ist es!" als dessen Bekräftigung), dann übersiehst du wohl, dass du dort von "Geschehnissen" redest, die nicht Gegenstand von Behauptungen werden. Über den Begriff "Geschehnisse" schleust du aber unter der Hand den Beobachter ein, dem solche Geschehnisse widerfahren, die also nur als Gegenstand von Behauptungen Sinn erhalten, eben weil Geschehnisse immer Geschehnisse für einen Beobachter sind. Ich glaube nämlich kaum, dass eine Realität so beschaffen ist, dass sie über sich selbst, über ihre eigene Beschaffenheit, von Geschehnissen redet.

    Kurzum: Ich sehe keine Argumente, die Janichs erkenntnistheoretischen Standpunkt tangieren könnten.

    Tatsächlich dürfen wir davon ausgehen, dass laufend beliebig Vieles geschieht, ohne dass dies Gegenstand irgendeiner Behauptung wird [So ist es!]

    Mit anderen Worten, die vorgetragenen Argumente sind dir (richard) egal?


    Nehmen wir das oben Genannte als dein Argument (und das "So ist es!" als dessen Bekräftigung), dann übersiehst du wohl, dass du dort von "Geschehnissen" redest, die nicht Gegenstand von Behauptungen werden. Über den Begriff "Geschehnisse" schleust du aber unter der Hand den Beobachter ein, dem solche Geschehnisse widerfahren, die also nur als Gegenstand von Behauptungen Sinn erhalten, eben weil Geschehnisse immer Geschehnisse für einen Beobachter sind. Ich glaube nämlich kaum, dass eine Realität so beschaffen ist, dass sie über sich selbst, über ihre eigene Beschaffenheit, von Geschehnissen redet.

    Kurzum: Ich sehe keine Argumente, die Janichs erkenntnistheoretischen Standpunkt tangieren könnten.

    Damit kann man wohl höchsten völlige Laien in die Falle locken


    Du zeigst dich selbst als erkenntnistheoretischer Laie, wenn dir nicht klar ist, dass dir ein Gegenstand nur du dich gegeben ist. Wärst du nicht und auch kein anderer Mensch, für den der Gegenstand Gegenstand ist, dann gäbe es schlichtweg keinen Gegenstand. Jeder, der den Beobachter aus seiner erkenntnistheoretischen Überlegung ausspart, ist ein erkenntnistheoretischer Laie.

    Damit kann man wohl höchsten völlige Laien in die Falle locken


    Du zeigst dich selbst als erkenntnistheoretischer Laie, wenn dir nicht klar ist, dass dir ein Gegenstand nur du dich gegeben ist. Wärst du nicht und auch kein anderer Mensch, für den der Gegenstand Gegenstand ist, dann gäbe es schlichtweg keinen Gegenstand. Jeder, der den Beobachter aus seiner erkenntnistheoretischen Überlegung ausspart, ist ein erkenntnistheoretischer Laie.

    "Dieser Umstand irritiert gerne den erkenntnistheoretischen Laien, wenn er darauf verweist, dass es ja auch Sachverhalte 'gibt', d.h. dass sich ja auch Sachen verhalten, über die keine Aussagen gemacht werden. Ob z.B. auf der uns abgewandten Rückseite des Mondes an einer bestimmten Stelle gerade ein Meteorit einschlägt oder nicht, ist uns unbekannt und deshalb auch nicht Gegenstand irgendeiner Aussage. Dennoch könne doch dieses dem Menschen unbekannte Naturereignis nicht davon abhängig sein, ob nun irgendein Mensch darüber eine Behauptung aufstellt oder nicht.
    Wer diesem Problem aufgesessen ist, ist offensichtlich in eine selbst gestellte Falle getappt. Das Problem selbst lässt sich nämlich nicht formulieren, ohne doch einen Satz über das fragliche, menschen- und sprachunabhängige Geschehnis auszusprechen oder niederzuschreiben (wie ja soeben hier im Text geschehen)."

    Solche Klöpse sind wir von Konstruktivisten aller Art gewöhnt.


    Tolles "Argument" von Fliege! :rolleyes:

    Mit Beleidigungen dieser Art kann aber kaum davon abgelenkt werden, dass Janich vollkommen Recht hat. Ein Gegenstand ist uns allein und zugleich durch unsere Unterscheidungen und Bezeichnungen (= Beobachtung) "gegeben". Wir müssen also, wenn wir etwas zur Sprache bringen wollen, davon sprechen (was gleichbedeutend mit der zugrunde liegenden Beobachtung ist), damit dieser Gegenstand durch uns als existierend gekennzeichnet ist, wodurch er eben erst zum Gegenstand wird.

    Ich finde Janichs Argumentation übrigens sehr klar und sehe überhaupt nicht, dass er sich irgendwo "selbst verwirrt".

    "Dieser Umstand irritiert gerne den erkenntnistheoretischen Laien, wenn er darauf verweist, dass es ja auch Sachverhalte 'gibt', d.h. dass sich ja auch Sachen verhalten, über die keine Aussagen gemacht werden. Ob z.B. auf der uns abgewandten Rückseite des Mondes an einer bestimmten Stelle gerade ein Meteorit einschlägt oder nicht, ist uns unbekannt und deshalb auch nicht Gegenstand irgendeiner Aussage. Dennoch könne doch dieses dem Menschen unbekannte Naturereignis nicht davon abhängig sein, ob nun irgendein Mensch darüber eine Behauptung aufstellt oder nicht.
    Wer diesem Problem aufgesessen ist, ist offensichtlich in eine selbst gestellte Falle getappt. Das Problem selbst lässt sich nämlich nicht formulieren, ohne doch einen Satz über das fragliche, menschen- und sprachunabhängige Geschehnis auszusprechen oder niederzuschreiben (wie ja soeben hier im Text geschehen)."

    Solche Klöpse sind wir von Konstruktivisten aller Art gewöhnt.


    Tolles "Argument" von Fliege! :rolleyes:

    Mit Beleidigungen dieser Art kann aber kaum davon abgelenkt werden, dass Janich vollkommen Recht hat. Ein Gegenstand ist uns allein und zugleich durch unsere Unterscheidungen und Bezeichnungen (= Beobachtung) "gegeben". Wir müssen also, wenn wir etwas zur Sprache bringen wollen, davon sprechen (was gleichbedeutend mit der zugrunde liegenden Beobachtung ist), damit dieser Gegenstand durch uns als existierend gekennzeichnet ist, wodurch er eben erst zum Gegenstand wird.

    Ich finde Janichs Argumentation übrigens sehr klar und sehe überhaupt nicht, dass er sich irgendwo "selbst verwirrt".


    Das ist genau die realistische Perspektive. Du bemerkst es nur nicht. Darum stellt sich kein Verstehen auf deiner Seite ein.


    Das ist eben nicht die realistische Perspektive! - Die Möglichkeiten, die für uns zur beobachtbaren Wirklichkeit umgeformt werden, sind die Wirklichkeitskonstruktionen und Erkenntnisleistungen des Organismus. Einen Einblick in denjenigen Bereich, aus dem der Organismus seine durch ihn bestimmten Möglichkeiten ausdifferenziert - also eine Realität - ist uns logischerweise unzugänglich.


    Das ist genau die realistische Perspektive. Du bemerkst es nur nicht. Darum stellt sich kein Verstehen auf deiner Seite ein.


    Das ist eben nicht die realistische Perspektive! - Die Möglichkeiten, die für uns zur beobachtbaren Wirklichkeit umgeformt werden, sind die Wirklichkeitskonstruktionen und Erkenntnisleistungen des Organismus. Einen Einblick in denjenigen Bereich, aus dem der Organismus seine durch ihn bestimmten Möglichkeiten ausdifferenziert - also eine Realität - ist uns logischerweise unzugänglich.