Posts by scilla

    Beispielsweise könnten die biochemischen Aspekte der Neurologie außen vor bleiben, weil sie sich im Sinne einer Neuro-Informatik nicht sinnvoll integrieren lassen.

    die entscheidende Frage für Neuro-Informatik lautet:

    erforscht die Neuro-Informatik das Gehirn, so wie es ist (dann Grundlagenwissenschaft)
    oder
    erforscht die Neuro-Informatik die Manipulierbarkeit des Gehirns (dann Verfügungswissenschaft)?

    wikipedia gibt keine klare Antwort

    Quote

    Die Neuroinformatik ist ein Teilgebiet der Informatik und der Neurobiologie, das sich mit der Informationsverarbeitung in neuronalen Systemen befasst, um diese in technischen Systemen anzuwenden. Sie ist zu unterscheiden von der Computational Neuroscience, welche sich als Teilgebiet der Neurobiologie mit dem Verständnis biologischer neuronaler Systeme mittels mathematischer Modelle beschäftigt.Bei der Neuroinformatik handelt es sich um ein stark interdisziplinäres Forschungsgebiet im Schnittbereich zwischen KI-Forschung und Kognitionswissenschaft.

    Beispielsweise könnten die biochemischen Aspekte der Neurologie außen vor bleiben, weil sie sich im Sinne einer Neuro-Informatik nicht sinnvoll integrieren lassen.

    die entscheidende Frage für Neuro-Informatik lautet:

    erforscht die Neuro-Informatik das Gehirn, so wie es ist (dann Grundlagenwissenschaft)
    oder
    erforscht die Neuro-Informatik die Manipulierbarkeit des Gehirns (dann Verfügungswissenschaft)?

    wikipedia gibt keine klare Antwort

    Quote

    Die Neuroinformatik ist ein Teilgebiet der Informatik und der Neurobiologie, das sich mit der Informationsverarbeitung in neuronalen Systemen befasst, um diese in technischen Systemen anzuwenden. Sie ist zu unterscheiden von der Computational Neuroscience, welche sich als Teilgebiet der Neurobiologie mit dem Verständnis biologischer neuronaler Systeme mittels mathematischer Modelle beschäftigt.Bei der Neuroinformatik handelt es sich um ein stark interdisziplinäres Forschungsgebiet im Schnittbereich zwischen KI-Forschung und Kognitionswissenschaft.

    war das jetzt intelligent?

    gesetzartige Regularitäten = Retrognose
    Erklärung und Vorhersage = Prognose
    Falsifizierbarkeit = ein experimenteller Befund ist überprüfbar
    Vorläufigkeit = irgendwann geht es genauer
    Integrität = du machst es genauer als

    Deine Profs kommen über die Verfügugswissenschaften nicht hinaus

    (Geographie, Bodenkunde, Umweltgeschichte, Kunstgeschichte, Ideengeschichte ... werden nicht erklärt)

    siehe auch

    Mir fällt im einleitenden Beitrag auf, daß Du unter "Wissenschaft" anscheinend nur das, was allgemein den Naturwissenschaften zugeordnet wird, verstehst. Zumindest sind Deine Beispiele für den Anwendungsbereich der Technik- und Naturwissenschaft entnommen.

    war das jetzt intelligent?

    gesetzartige Regularitäten = Retrognose
    Erklärung und Vorhersage = Prognose
    Falsifizierbarkeit = ein experimenteller Befund ist überprüfbar
    Vorläufigkeit = irgendwann geht es genauer
    Integrität = du machst es genauer als

    Deine Profs kommen über die Verfügugswissenschaften nicht hinaus

    (Geographie, Bodenkunde, Umweltgeschichte, Kunstgeschichte, Ideengeschichte ... werden nicht erklärt)

    siehe auch

    Mir fällt im einleitenden Beitrag auf, daß Du unter "Wissenschaft" anscheinend nur das, was allgemein den Naturwissenschaften zugeordnet wird, verstehst. Zumindest sind Deine Beispiele für den Anwendungsbereich der Technik- und Naturwissenschaft entnommen.

    Hallo,
    das ist super!

    Du unterscheidest weit besser als der mainstream
    und Du bist Dir darüber bewusst,
    daß man bei vorgebrachten Argumenten immer schauen sollte,
    aus welcher Ecke sie kommen,
    bzw. welche Vorstellung von Wissenschaft dahinter steckt

    ich werde Dir jetzt zunächst meine Unterscheidung erzählen
    (bei mir gibt es nämlich vier Gruppen)

    ich stelle mir vor,
    daß sich die Materie seit dem Urknall höher entwickelt
    die Wissenschaften der ersten zwei Gruppen erforschen ihr jeweiliges Materieniveau

    irgendwann in der Reihe taucht der Mensch auf
    und die zugehörige Wissenschaft (Biologie) trennt dann auch die beiden Gruppen voneinander

    • Naturwissenschaften (vom Urknall bis zum Mensch)
    • Geisteswissenschaften (vom Mensch bis zu Gott)

    die beiden anderen Gruppen (3 und 4)
    sind nichts anderes als die technischen Umsetzungen der NW oder der GW

    • Maschinenbau (Gruppe 3) passt zu den Naturwissenschaften (Gruppe 1)
    • Marktforschung (Gruppe 4) passt zu den Geisteswissenschaften (Gruppe 2)

    1 und 2 sind Grundlagenwissenschaften
    3 und 4 sind Verfügungswissenschaften

    damit wirst Du wahrscheinlich halbwegs einverstanden sein

    nun hast Du bei Dir aber noch eine Gruppe 'Anwendung'
    und damit meinst Du vielleicht den Unterschied zwischen
    DIAGNOSE, PROGNOSE und RETROGNOSE

    die Diagnose ist im JETZT (aufgrund einer Definition)
    die Prognose ist im VORHER (als Versuchaufbau oder als angeborene Idee)
    die Retrognose ist im NACHHER (als Messung oder als statistische Auswertung)

    bei mir ist deren Zuordnung klar

    die Grundlagenwissenschaften (1 und 2) machen Diagnosen
    die Verfügungswissenschaften (3 und 4) machen Prognosen/Retrognosen

    Gruß

    Hallo,
    das ist super!

    Du unterscheidest weit besser als der mainstream
    und Du bist Dir darüber bewusst,
    daß man bei vorgebrachten Argumenten immer schauen sollte,
    aus welcher Ecke sie kommen,
    bzw. welche Vorstellung von Wissenschaft dahinter steckt

    ich werde Dir jetzt zunächst meine Unterscheidung erzählen
    (bei mir gibt es nämlich vier Gruppen)

    ich stelle mir vor,
    daß sich die Materie seit dem Urknall höher entwickelt
    die Wissenschaften der ersten zwei Gruppen erforschen ihr jeweiliges Materieniveau

    irgendwann in der Reihe taucht der Mensch auf
    und die zugehörige Wissenschaft (Biologie) trennt dann auch die beiden Gruppen voneinander

    • Naturwissenschaften (vom Urknall bis zum Mensch)
    • Geisteswissenschaften (vom Mensch bis zu Gott)

    die beiden anderen Gruppen (3 und 4)
    sind nichts anderes als die technischen Umsetzungen der NW oder der GW

    • Maschinenbau (Gruppe 3) passt zu den Naturwissenschaften (Gruppe 1)
    • Marktforschung (Gruppe 4) passt zu den Geisteswissenschaften (Gruppe 2)

    1 und 2 sind Grundlagenwissenschaften
    3 und 4 sind Verfügungswissenschaften

    damit wirst Du wahrscheinlich halbwegs einverstanden sein

    nun hast Du bei Dir aber noch eine Gruppe 'Anwendung'
    und damit meinst Du vielleicht den Unterschied zwischen
    DIAGNOSE, PROGNOSE und RETROGNOSE

    die Diagnose ist im JETZT (aufgrund einer Definition)
    die Prognose ist im VORHER (als Versuchaufbau oder als angeborene Idee)
    die Retrognose ist im NACHHER (als Messung oder als statistische Auswertung)

    bei mir ist deren Zuordnung klar

    die Grundlagenwissenschaften (1 und 2) machen Diagnosen
    die Verfügungswissenschaften (3 und 4) machen Prognosen/Retrognosen

    Gruß

    "Welche Rolle spielen die Dinge dieser Welt für unsere Gedanken. Insbesondere für "singuläre Gedanken" die sich in Sätzen wie "Schau dir die seltsame Form dieses Dings da an..."

    eine Frage der Reihenfolge

    Möglichkeit 1:
    erst nehme ich (durch Zufall) wahr, daß es ein Ding (in der Umwelt) gibt
    und danach teste ich,
    ob man das Ding essen oder sonstwie gebrauchen kann

    Möglichkeit 2:
    ich vertraue darauf, daß bestimmte Gesetze (weltweit) gelten
    und baue mir mein Weltbild aus diesen Ubiquitäten zusammen

    sprachlich

    fußt Möglichkeit 2 auf einer Funktion
    (das Prädikat ist das verwendete Verb)
    'ich laufe'

    fußt Möglichkeit 1 auf dem Sein
    (das Prädikat ist das Sein)
    'ich bin am Laufen'

    bei 'ich bin am Laufen'
    kann es nämlich auch sein
    daß ich gerade eine Pause mache

    ??? 'es läuft'

    Möglichkeit 2
    Funktion der 3. Person Singular (das Kind läuft)

    Möglichkeit 1
    Boxtrainer Wolke zu Boxer Henry Maske (habe Geduld, die Funktion ist am Laufen, sie funktioniert)

    ERGO

    Möglichkeit 1 (das Sein) ist die Metaebene zu Möglichkeit 2 (die Funktion)

    ich bin am Laufen (Pause) = nicht-Sein
    ich bin am Laufen (laufend) = da-Sein
    ich bin am Laufen (es funktioniert) = Seiend

    FAZIT


    Quote

    3.3. Sokrates ist sterblich


    Während also das philosophische Sein laufend (= in Echtzeit, jetzt) feststeht,
    muss das sophistische Sein auf ästhetische Art vorher ‘hungrig wie ein Wolf’
    (ideologisches Alsobsein) und auf empirische Weise nachher ‘er frisst wie ein
    Scheunendrescher’ (analoges Dasein) festgestellt werden.

    ideologisch: flink wie ein Windhund
    analog: Weltrekord

    "Welche Rolle spielen die Dinge dieser Welt für unsere Gedanken. Insbesondere für "singuläre Gedanken" die sich in Sätzen wie "Schau dir die seltsame Form dieses Dings da an..."

    eine Frage der Reihenfolge

    Möglichkeit 1:
    erst nehme ich (durch Zufall) wahr, daß es ein Ding (in der Umwelt) gibt
    und danach teste ich,
    ob man das Ding essen oder sonstwie gebrauchen kann

    Möglichkeit 2:
    ich vertraue darauf, daß bestimmte Gesetze (weltweit) gelten
    und baue mir mein Weltbild aus diesen Ubiquitäten zusammen

    sprachlich

    fußt Möglichkeit 2 auf einer Funktion
    (das Prädikat ist das verwendete Verb)
    'ich laufe'

    fußt Möglichkeit 1 auf dem Sein
    (das Prädikat ist das Sein)
    'ich bin am Laufen'

    bei 'ich bin am Laufen'
    kann es nämlich auch sein
    daß ich gerade eine Pause mache

    ??? 'es läuft'

    Möglichkeit 2
    Funktion der 3. Person Singular (das Kind läuft)

    Möglichkeit 1
    Boxtrainer Wolke zu Boxer Henry Maske (habe Geduld, die Funktion ist am Laufen, sie funktioniert)

    ERGO

    Möglichkeit 1 (das Sein) ist die Metaebene zu Möglichkeit 2 (die Funktion)

    ich bin am Laufen (Pause) = nicht-Sein
    ich bin am Laufen (laufend) = da-Sein
    ich bin am Laufen (es funktioniert) = Seiend

    FAZIT


    Quote

    3.3. Sokrates ist sterblich


    Während also das philosophische Sein laufend (= in Echtzeit, jetzt) feststeht,
    muss das sophistische Sein auf ästhetische Art vorher ‘hungrig wie ein Wolf’
    (ideologisches Alsobsein) und auf empirische Weise nachher ‘er frisst wie ein
    Scheunendrescher’ (analoges Dasein) festgestellt werden.

    ideologisch: flink wie ein Windhund
    analog: Weltrekord

    Welche Rolle spielen die Dinge dieser Welt für unsere Gedanken.

    das ist doch einfach zu beantworten

    die Dinge dieser Welt, werden von uns irgendwie wahrgenommen
    und da sich unser Wahrnehmungsapparat evolutionär ausgebildet hat,
    sind die bisher irgendwie wahrgenommen Dinge
    von unserem Wahrnehmungsapparat zur Wahrnehmung vorgesehen

    würde jemand künstlich etwas Neues zur Wahnehmung kreieren,
    dann müssten die anderen diese spezielle Wahrnehmung erst lernen

    deshalb übersieht man als Unkundiger Dinge
    bzw. man findet Dinge
    und stellt danach fest,
    daß diese Dinge bereits vorher von anderen Menschen entdeckt wurden,
    daß man sogar die entsprechenden Texte dazu gelesen hat,
    daß man aber das neuartige Ding damals nicht verstanden (wahrgenommen) hat,
    obwohl man der verwendeten Sprache mächtig ist

    die Farbe Zyan als Ding in der Welt

    centaurea cyanus
    (Kornblume)

    [Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1d/Kornblume02.JPG/145px-Kornblume02.JPG]

    die Farbe Zyan als Ding in der Welt


    ein Biologe könnte einwenden,
    daß die Wahrnehmung der Farben artspezifisch ist

    bspw. ist unsere Wahrnehmung der roten Wellenlängen so schlecht,
    daß wir kaum zwischen verschiedenen Rottönen unterscheiden können
    (im Gegensatz zu grünen Farbtönen)

    ein Ökologe würde dem Biologen damit kontern,
    daß reife Früchte von Pflanzen in einer Signalfarbe aus dem Blattgrün herausragen

    wir können also sicher sein,
    daß eine reife Erdbeere durch ihre Farbe auffällt,
    und da diese Auffälligkeit auch von Amseln wahrgenommen wird,
    muss an der Erdbeer-Farbe etwas dran sein,
    was diese zum Ding in der Welt erhebt

    Welche Rolle spielen die Dinge dieser Welt für unsere Gedanken.

    das ist doch einfach zu beantworten

    die Dinge dieser Welt, werden von uns irgendwie wahrgenommen
    und da sich unser Wahrnehmungsapparat evolutionär ausgebildet hat,
    sind die bisher irgendwie wahrgenommen Dinge
    von unserem Wahrnehmungsapparat zur Wahrnehmung vorgesehen

    würde jemand künstlich etwas Neues zur Wahnehmung kreieren,
    dann müssten die anderen diese spezielle Wahrnehmung erst lernen

    deshalb übersieht man als Unkundiger Dinge
    bzw. man findet Dinge
    und stellt danach fest,
    daß diese Dinge bereits vorher von anderen Menschen entdeckt wurden,
    daß man sogar die entsprechenden Texte dazu gelesen hat,
    daß man aber das neuartige Ding damals nicht verstanden (wahrgenommen) hat,
    obwohl man der verwendeten Sprache mächtig ist

    die Farbe Zyan als Ding in der Welt

    centaurea cyanus
    (Kornblume)

    [Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1d/Kornblume02.JPG/145px-Kornblume02.JPG]

    die Farbe Zyan als Ding in der Welt


    ein Biologe könnte einwenden,
    daß die Wahrnehmung der Farben artspezifisch ist

    bspw. ist unsere Wahrnehmung der roten Wellenlängen so schlecht,
    daß wir kaum zwischen verschiedenen Rottönen unterscheiden können
    (im Gegensatz zu grünen Farbtönen)

    ein Ökologe würde dem Biologen damit kontern,
    daß reife Früchte von Pflanzen in einer Signalfarbe aus dem Blattgrün herausragen

    wir können also sicher sein,
    daß eine reife Erdbeere durch ihre Farbe auffällt,
    und da diese Auffälligkeit auch von Amseln wahrgenommen wird,
    muss an der Erdbeer-Farbe etwas dran sein,
    was diese zum Ding in der Welt erhebt

    zur wissenschaftlichen Repräsentation der Welt

    Quote

    1.3. Die Gliederung der Realität

    Urknall – Himmelskörper – Erdaufbau – Kristalle (Moleküle) – Minerale (Zellen) – Systeme (Organismen) – Verhalten – Lebensraum – Umweltgeschichte – Technikgeschichte – politische Geschichte – Symbolgeschichte – Kunstgeschichte – Ideengeschichte – Sprache – Sein – Gott

    .......

    Gibt es noch eine der Höherentwicklung übergeordnete Theorie? … Die Antwort liefert Aristoteles. In seiner Gottesschau treten insgesamt vier Veranlassungen auf: Die Materialauswahl (causa materialis), der künstlerische Prozess (causa efficiens), die Höhe der Kunst (causa formalis) und der Nutzwert (causa finalis).

    Quote

    future06
    Erstens halte ich den direkten Realismus für empirisch widerlegt (Neurobiologie)

    Ein m.E. weitaus besseres Argument gegen den direkten Realismus ist jedoch die Tatsache, dass wir auch auf unsere eigenen mentalen Zustände Bezug nehmen können

    die Neurobiologie belegt, daß unser Gehirn eine Vorahnung für den Moment hat
    es kommt also darauf an, den Moment dieser Situation zu verstehen

    das Sein befindet sich daher im Jetzt
    und nicht im Vorher/Nachher der Esoteriker/Exoteriker

    Quote


    future06

    jedoch hat Her K. dazu korrekt erwidert, dass empirische Belege eigentlich nur dann als valide gelten können, wenn man einen direkten Bezug zur Realität voraussetzt.

    Her K.
    er nimmt nicht Repräsentationen der Welt wahr, sondern die Welt, er bezieht sich nicht auf seine Repräsentationen der Welt, sondern auf die Welt.

    ein guter Wissenschaftler weiss,
    daß empirische Belege nur nachher (und nicht jetzt oder vorher) gewonnen werden können

    das menschliche Auge und das Gehirn kann man als eine technische Vorrichtung zur Wahrnehmung betrachten
    ein Fernseher ist auch nur ein technisches Hilfsgerät (Monitor)

    man stellt also nicht Theorien auf, was wir sehen,
    sondern wie wir sehen (a)
    und wie wir das, was wir sehen, im Moment assoziieren (b)

    die Neurobiologen machen das rein organisch (a)
    ich mache das sprachlich (b)

    Nicht "Welt" geht jedem Begriff voraus, sondern die Konstruktionen unseres Gehirns gehen den Bezeichnungen voraus, die das psychische System den Phänomenen angedeihen lässt, denen es in Form dieser Wirklichkeitskonstruktionen begegnet. Das Konstrukt ist also das Phänomen, das später als Begriff Bezeichnung findet. "Woraus" hier konstruiert wird, wissen wir nicht. Denn Realität ist unzugänglich.

    Die Erforschung der Realität ist möglich
    die Passgenauigkeit der Organe auf die erforschte Realität ist zu gut,
    als daß man die Realität leugnen könnte
    (nicht verwandte Tierarten haben vergleichbare Organe in einer vergleichbaren Umgebung ausgebildet)

    die Konstruktionen des Gehirnes sind nicht nur willkürlich
    es gibt auch solche Konstruktionen, welche die Realität exakt widerspiegeln

    Nicht "Welt" geht jedem Begriff voraus, sondern die Konstruktionen unseres Gehirns gehen den Bezeichnungen voraus, die das psychische System den Phänomenen angedeihen lässt, denen es in Form dieser Wirklichkeitskonstruktionen begegnet. Das Konstrukt ist also das Phänomen, das später als Begriff Bezeichnung findet. "Woraus" hier konstruiert wird, wissen wir nicht. Denn Realität ist unzugänglich.

    Die Erforschung der Realität ist möglich
    die Passgenauigkeit der Organe auf die erforschte Realität ist zu gut,
    als daß man die Realität leugnen könnte
    (nicht verwandte Tierarten haben vergleichbare Organe in einer vergleichbaren Umgebung ausgebildet)

    die Konstruktionen des Gehirnes sind nicht nur willkürlich
    es gibt auch solche Konstruktionen, welche die Realität exakt widerspiegeln

    Denn wenn eine Äußerung wahr sein soll, so muss sie sprecherunabhängig wahr sein.

    wenn zwei Leute miteinander reden,
    dann glauben sie nur, daß sie über dasselbe Thema reden

    die jeweilige Rede ist ja nicht identisch
    es handelt sich bei dieser Rede auch nicht um das Wiederkäuen des brav auswendig Gelernten,
    bei dem sogar die Formulierungen übernommen wurden

    Deine Wahrheit schließt also das Gespräch zweier unabhängiger Menschen aus

    um dies zu umgehen,
    solltest Du in Deinem von mir zitierten Satz ein Wort ändern

    Code
    Denn wenn eine Äußerung wahr sein soll, so muss sie [i]sinngemäß[/i] wahr sein.
    Quote

    Aber wie genau verhalten sich Begriffe zu Wörtern? Wie "hat" man einen Begriff? Wie kommt man dran, wie lässt er sich "fassen"?


    Was Boghossian sträflich vernachlässigt - die Erläuterung des Begriffs und des Begriffe-"Habens" -, soll in diesem Thread nachgeholt werden.

    in Technokratien sind Begriffe exakt definiert
    und werden genau so verwendet
    darüber wachen Bürokraten

    interessaterweise sind die Bürokratien aber zu schwach,
    einen kalten Krieg mit einer anderen Kultur zu verhindern

    die Journalisten haben nicht die Aufgabe, das Wichtigtse (die W-Fragen) kurz und knapp zu formulieren,
    sondern müssen Unwichtiges, womöglich sogar Enten, in den Vordergrund stellen

    der Westen ist begrifflich davon überzeugt, die Freiheit zu haben
    und daher Russland und die islamischen Kulturen mobben zu dürfen

    Code
    [i]sinngemäß[/i] wäre der Westen der Aggressor

    Denn wenn eine Äußerung wahr sein soll, so muss sie sprecherunabhängig wahr sein.

    wenn zwei Leute miteinander reden,
    dann glauben sie nur, daß sie über dasselbe Thema reden

    die jeweilige Rede ist ja nicht identisch
    es handelt sich bei dieser Rede auch nicht um das Wiederkäuen des brav auswendig Gelernten,
    bei dem sogar die Formulierungen übernommen wurden

    Deine Wahrheit schließt also das Gespräch zweier unabhängiger Menschen aus

    um dies zu umgehen,
    solltest Du in Deinem von mir zitierten Satz ein Wort ändern

    Code
    Denn wenn eine Äußerung wahr sein soll, so muss sie [i]sinngemäß[/i] wahr sein.
    Quote

    Aber wie genau verhalten sich Begriffe zu Wörtern? Wie "hat" man einen Begriff? Wie kommt man dran, wie lässt er sich "fassen"?


    Was Boghossian sträflich vernachlässigt - die Erläuterung des Begriffs und des Begriffe-"Habens" -, soll in diesem Thread nachgeholt werden.

    in Technokratien sind Begriffe exakt definiert
    und werden genau so verwendet
    darüber wachen Bürokraten

    interessaterweise sind die Bürokratien aber zu schwach,
    einen kalten Krieg mit einer anderen Kultur zu verhindern

    die Journalisten haben nicht die Aufgabe, das Wichtigtse (die W-Fragen) kurz und knapp zu formulieren,
    sondern müssen Unwichtiges, womöglich sogar Enten, in den Vordergrund stellen

    der Westen ist begrifflich davon überzeugt, die Freiheit zu haben
    und daher Russland und die islamischen Kulturen mobben zu dürfen

    Code
    [i]sinngemäß[/i] wäre der Westen der Aggressor

    und haben sich zweitens als diese Wissenschaften um philosophische Fragen nicht zu kümmern.

    wenn sich die Wissenschaften nicht um philosophische Fragen kümmern
    (bzw. wenn sich die Philosophie nicht um die wissenschaftliche Fragen kümmert),
    dann besteht die Gefahr,
    daß die Philosophie Dinge außerhalb der erforschten Realität für bare Münze nimmt

    hätten Tiere, die heutige Menschen als Dinosaurier bezeichnen, von Menschen beobachtet werden können, sofern es damals Menschen gegeben hätte

    in dem Erkenntnisapparat des Menschen steckt auch ein Lebewesen auf dem Niveau eines Dinosauriers

    die Vögel als Nachfahren der Dinos haben bekanntlich eine andere Wahrnehmung
    aber die Evolutionsschritte bei der Ausbildung höheren Lebens
    scheinen* verwandtschaftsübergreifend gleich zu sein

    * würde die Menschheit aussterben,
    dann würden die überlebenden niederen Lebewesen auch unsere Evolutionsschritte zum höheren höheren Lebens durchlaufen
    (auf einem anderen Planeten im Weltall dürfte sich das Leben vergleichbar mit dem irdischen Leben entwickeln)
    die Begründung dafür ist die Materie,
    die im kompletten Universum chemisch beschreibbar zu sein scheint

    Es gibt auch keinen Hund, sondern Beobachtungen von Menschen, die ein wiederkehrendes Phänomen ihrer Beobachtung "Hund" nennen.

    biologisch gibt einen Hund sehr wohl

    Klasse Säugetiere (Mammalia)
    Unterklasse Höhere Säugetiere/Plazentatiere (Eutheria/Plazentalia)
    Überordnung Laurasiatheria
    Ordnung Raubtiere (Carnivora)
    Überfamilie Hundeartige (Canoidea)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Systematik_der_Säugetiere