novon
Aber keine Entscheidung lässt sich je ändern.
Yep kann ich unterstützen.
Also besser gefragt, wie geschieht die Veränderung von Pre-Entscheidungen (Konstellationen/Dispositionen)?
Weiteres dazu weiter unten!
Viator
Ich kann es selbst nur schwer in Worte fassen. Hier der Wiki Artikel. Vielleicht kann der helfen:http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_S…us_.28Zufall.29
Der Determinismus ist allerdings mMn nicht mit dem Zufall als solches vereinbar. Der Grund liegt in der Definition des Determinismus:
Wenn alles kausal gebunden ist, dann kann es keinen Zufall geben, denn dieser hätte keine Ursache.
Daher kann es laut Determinismus auch keinen freien Willen geben, da dieser voraussetzten würde, dass wir über spontane, nicht kausal gebundene Gedanken verfügen und wenn es nur vereinzelt welche sind.
mfg
Viator
Ich glaub ich werd kein großer Fan von Pierce werden 
Das mit dem Bereich ist dem Wirkungsbereich des Systems zu schulden, welcher klar eingegrenzt werden kann. Das ist auch egtl der Knackpunkt bei der relativistischen Korrespondenztheorie.
Zum zweiten Punkt hast du recht, genau deswegen musst du ja Freiheit umdefinieren damit es passt.
Die Annahme, das Freiheit also Zufall voraussetzt ist falsch.
Sowohl löst ein gewisser Anteil an echtem ZUFALL (also ohne Ursache) die restliche Kausalität nicht auf. Es löst einen gewissen teil an Kausalität auf. Das muss aber nicht die sein, die die Freiheit ausmacht.
Weißt du was ich meine?
Determinismus ist kausal und Freiheit (nach der neuen definition) auch.
Wir eliminieren damit auch nicht den Zufall oder die akausalität im allgemienen, wir begrenzen sie nur.
Ein absoluter Determinismus ist damit (mit dem zulassen von zufall, egal wo) allerdings verloren, wie du sagst.
Aber du brauchst nicht unbedingt den Zufall oder akausalität um (Willens-)Freiheit zu definieren!!
Das ist das entscheidende.
(Das wäre so ne art Bohmsche Freiheitsleere
)
Anhang zur erweiterten Kausalität
Angenommen es gibt Aktionen ohne Ursache.
Wie zB das aufpoppen von Quantenzuständen.
Dann hast du zwar ein anfängliche Null-Kausalität (keine Ursache, keine Existenz) aber die folgenden Aktionen sind vollkommen kausal.
Der ort als auch die zeit ist vollkommen bestimmt hier. Denn es poppt immer jetzt auf und die auswirkungen sind auch jetzt und folgend.
Sie überspringen weder ort noch zeit. Das einzige was sie tun, ist von der nicht-existenz in die existenz zu treten, es ist so ne art urknall der erst alles andere (inkl kausalität) hervorbringt.
Zikrunumea
tachyonische wechelwirkung?
Meinst du gleichzeitig?
Gehts bei der Unschärfe nicht darum, das du nicht gleichzeitig zB ort und Impuls festlegen kannst, weil die verwendete wellenfunktion an sich dies nicht zulässt? Dh wir reden hier ja nicht von dem realen geschehen, sondern von dem mathematischen versuch diesen zu interpretieren. Sie arbeitet also mit einer arealen Kausalität, die wohl möglich auch irgendwo funktioniert, dennoch aber nicht wirklich die Realität akausal "macht" - also es beweist, das es auch so ist.
Es gibt auch deterministische "nichtlokale" Deutungen. Welche ich sehr sehr spannend finde!!
http://de.wikipedia.org/wiki/Bohmsche_Mechanik
btw
Es gibt hier (Physik/GUT) denk ich auch ein Syntax und Semantik Problem, da besonders "Lokalität" nicht immer das bedeutet, was die Philosophen meinen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichung
Ich wollte ja "nur" sagen, das dieses Modell den Zufall/akausalität nicht wirklich beweist.
Es beweist höchstens wie genau wir mit einem solchen theoretischem zufall arbeiten können 
Riha
Das "oder" bezog sich nur auf meine Unwissenheit ob die Fernwirkung gerade gleichzeitig oder mit "kurzer" Verzögerung stattfindet.

Deine Definition von Kausalprinzip finde ich etwas ... komisch, ich meinte nur das es kausal bleibt.
Aber wieso gibt es bei radioa. Zerfall kein "Kausalprinzip"?
back to Entscheidung und Freiheit:
Es ist also nach deiner Auffassung ein Ausdruck von Freiheit ,wenn du dich zuerst für A entscheidest , es dir dann aber anders überlegst und B wählst?
Also du läufst ja meist auf eine Entscheidung zwanghaft zu, selbst der Prozess wie du zu dieser Entscheidung kommst ist imho zwanghaft (auch deswegen determinierte Freiheit). Weil er davon abhängt, was du zuvor gelernt hast und inwiefern du fähig bist, deine Handlung soweit aufzuschieben, bist du die für dich bessere "Entscheidung"/Wahl gefunden hast.
Freiheit bezeichnet für mich also genau dieses Phänomen, den Prozess zur Schaffung einer entscheidungs-...ähhhm...-POSITION.

Die Entscheidung (welche du letztendlich nicht ändern kannst, da es ja eben nur eine ist und diese auch der "Diktatur der Vernunft" unterliegt, also deiner Hierarchie der sonstigen werte und dem allgemeinen (hypothetischen) zwang der Effizienz und Effektivität) an sich beendet dann diese Freiheitspraxis und legt dich wieder fest. Schluss mit der Recherche ... bis zum nächsten Problem.
Insofern hast du recht, es ist ein Anzeichen von Freiheit wenn du dich um entscheidest. Genau das ist die Freiheitspraxis welche aber eben im Rahmen deiner Möglichkeiten dich umzuentscheiden begrenzt ist!!
So ist zu verstehen, das nicht jeder die selbe Freiheit hat.
Es gibt aber mehrere Situation wie es zu einer "Umentscheidung" kommen kann, welche alle wieder unterschiedliche Freiheitsgrade offenbaren.
Wenn dir zwei Möglichkeiten von außen herangetragen werden und du dich dauernd hin und her entscheidest, ist das nicht die größtmögliche Form der Freiheit. Da du hier immer noch enorm zwanghaft und unflexibel agieren könntest in deiner Wahl.
Erst wenn du aktiv die Ideen rekombinierst, selbst nach neuen wegen suchst und je mehr Möglichkeiten du potenzierst, das wäre die größtmögliche Freiheit bei der umentscheidung.
Du musst also ganz neue werte und wege finden und "leben"/ausführen.
Das leben an sich reicht schon aus.
Also wenn wir sagen, der Mensch "tut mehr DInge" als ein Stein, ist das schon ein aufschluss über den freiheitsgrad.
Hier gibt es auch keinen bruch zwischen leben und nicht-leben. Freiheit wird so zu einer universellen Eigenschaft.
Es nur zu "leben" ist nicht so die Überfreiheit. Aber es ist eine.
Deswegen waren die Sklaven damals auch nicht wirklich frei, besonders daran zu erkennen, das sie sich nicht alle selbst befreit haben.
Sie waren nur "frei" in dem sinne, als das sie jetzt etwas (und das war eben nicht viel) anderes tun konnten als vorher. Eine minimale Freiheit egtl. Ein mindestmaß.
Diese Freiheit wurde also GEGEBEN, ganz zwanghaft.
Wie erziehung, oder erbe, dies gibt dir eine freiheit (potential es anders und vielfältiger zu tun) die du vorher nicht hattest.
Es macht dich aber nicht unbedingt zum freihesten aller wesen, da es erstens eine relative freiheit gibt, also eine alternierung zu etwas bestimmten (wieviel andere dinge mit bezug auf X, also kannst du etwas anders tun als X), und eine allgemeine freiheit, also die alternierung im allgemeinen (wieviel andere dinge insgesamt kannst du tun).
hoffe ich habs jetzt nicht wieder vercodiert 