Posts by RosiG2

    Du irrst, da fehlt die zweite Prämisse. Diese bedarf es bei der erzählenden Philosophie nicht unbedingt.

    Wir beide können nich’ singen (ok., Dich bestechen sie, dass Du nicht singst), aber ich “singe” dafür auf meinem Klavier. Mon grand hero Michel Petrucciani (menschlich und musikalisch) spielte gern ein Stück mit dem Titel “Cantabile”. Das passt in unsrem Zusammenhang ganz gut und deshalb spiele ich es für Dich. Darauf lässt sich doch mit einem Bierchen anstoßen ;)

    ... - ...

    Eindeutig zu viele Bücher ^^

    ... aber meisterlich "gesungen" :thumbup:

    Ja, für Platon hat Bernhard Kytzler beispielsweise diese Verwurzelung der Philosophie im Narrativen aufgezeigt (Platons Mythen).

    „Noch weit öfter tritt mythos [in den platonischen Dialogen] entweder allein auf oder erscheint in Ableitungen (Mythen erzählen, dichten etc.). Dem Wort haftet dabei allenthalben ein doppelter Beiklang an: Im Gegensatz zum logos erzählt der Mythos nicht Tatsächliches, sondern eher Phantastisches - damit steht er der Welt des Scheines nahe, der Unwahrheit. Aber im Gegensatz zur eigentlichen Lüge beschreibt der mythos zwar auch etwas nicht Tatsächliches, aber doch etwas im innersten Kern Wahres. Eine hinter der äußerlichen Bildhaftigkeit liegende innere Richtigkeit stimmt mit der faktischen Wahrheit des logos überein. So ist eben der mythos nicht Verleugnung, sondern nur Verkleidung der Wahrheit. Er ist nicht Lüge, sondern indirekte, umweghafte wahre Aussage - er spricht nicht im abstrakten Begriff, sondern im konkreten Bild [Guten Abend RosiG2 ;)]. Nicht logische Deduktion, sondern lebendige Erzählung redet zum Hörer.

    In der Welt der Mythen erwachen Phantasie und Kreativität. Der Autor erweitert den Gesprächsraum, der Hörer wirkt mit daran, ihn auszufüllen. Das Bild entwickelt seine Eigendynamik, es integriert Züge, die weniger der argumentatio als der narratio zu eigen sind. (…) Was die Ratio verdichtet hat, das entfaltet das Mythische zu vollem Glanz. Zum Philosophen tritt der Poet hinzu, zum Erzieher der Erzähler, zum Logiker der Visionär.“ (S. 214f)

    In dem Zusammenhang der erzählenden Philosophie ist auch Paul Ricœur von Bedeutung oder Wilhelm Schapp und natürlich Hans Blumenberg.

    Das gefällt mir. Zeigt es auf, wie "umweghafte Aussagen" für manche "Bilder" sind und für wieder andere eher "Texte" - die dann auch jeweils nie den "Punkt" für einen treffen können. Der eine Mensch kann Stunden über Texten, ein Anderer über Bildern "hängen". Ich sag das jetzt, obwohl wir uns für gewöhnlich nicht verstehen und häng demonstrativ noch ein Bild an zur Veranschaulichung, wie ich meine :)

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    Ja, ich möchte den Frieden, auch den inneren. Denn er ist die Voraussetzung für die Freude. Und von dort führt ein direkter Weg zum Begehren. In Fragmente einer Sprache der Liebe (Roland Barthes) geht es u.a. um dieses Begehren, das durchaus erotisches Begehren ist, sich aber nicht nur zwischen Menschen ereignet. Die Lust am Text stellt das Begehren als jouissance in eine Reihe mit dem Orgasmus. Der Text wird zum „Körper“, zur Nahtstelle von Hermeneutik und Erotik.

    So möchte denn in Frieden sitzen und Freude am Text empfinden, unterbrochen nur vom gelegentlichen Verzehr von Eierkuchen. :)

    Da hatte ich die Wahl jetzt zwischen einem "gefällt mir" und dem "Lacher" für den Eierkuchen ;)

    Wo Du das jetzt auch schreibst, mir heute Nacht der Gedanke kam, schreibe ich es nun auch, weshalb wir vielleicht mit einer so hohen Zielgenauigkeit aneinander vorbeireden: Ich denke viel in Bilder und es scheint, bei Dir ist es mehr der Text. Nun kann ich Dir schlecht meine Bilder vermitteln und Du mir schlechter, was sich in Texten finden lässt.

    ... das wäre mein Bild ^^

    "Stammtisch der gelehrten Mimose"

    Im Grunde macht - wie oft - die Quelle der Wortschöpfung, Bezeichnungen zu Auszeichnungen.

    Es ist oft nur der selbstauferlegten Wehrmacht der eigenen Gewaltlosigkeit gedankt, dass wir trotzdem so friedlich leben.

    Leidet dieses Forum an einem „FriedeFreudeEierkuchenCafé“, RosiG2? -

    Hattest Du den Eindruck, dass dies mein Eindruck sei? NEIN.
    (wir beide bekommen es vielleicht eines Tages einmal hin mit dem Verstehen :) )

    Andere installieren ja sogar <3 Weltfriedensbereiche <3 als getarnte Kneipen ^^

    ... und Frieden kann es ja nie genug geben können - alleine deshalb, weil es diesen nur geben kann, weil man ihn möchte ;)


    "Stammtisch der gelehrten Mimose"

    ... warum denn nicht ... es gibt auch "gedeichlichkeits Verworrene" :D

    Ja, das wäre durchaus eine Idee, die ein echter Kaffeehausgast haben könnte. Aber hier im FriedeFreudeEierkuchenCafé ist sowas ja kaum erwünscht. Hätte allerdings auch keine Wirkung, denn mein dreijähriger Enkel, der mit enormer Verve auf allem Verfügbaren mit diversesten Stecken wie wild trommelt, hat mich hier immunisiert.

    Welchen Platz für Deinen frisch gebrühten Kaffee würdest Du denn, anstatt ihn bei FriedeFreudeEierkuchen einzunehmen, lieber vorziehen?

    ......

    Einzig auf die Nachfrage: „Gibt es einen Wissenschaftler, der der Frage nach diesen Auffälligkeiten und Vergleichbarkeiten zwischen LLMs und der jüdischen Kabbala nachgegangen ist?“

    gibt das TSM die Antwort: „Nein – es gibt (noch) keinen etablierten Wissenschaftler oder eine klar definierte Forschungsrichtung, die explizit und systematisch Large Language Models mit der jüdischen Kabbala vergleicht.“ (Warnkes Buch erschien erst vor wenigen Wochen.)

    Im Stil "Professionell" und "Längeres Nachdenken" (braucht die Plus-Version) wurde es fündiger auf Deine Frage (Gibt es einen Wissenschaftler, der der Frage nach diesen Auffälligkeiten und Vergleichbarkeiten zwischen LLMs und der jüdischen Kabbala nachgegangen ist?):

    Was nun aber nichts TSM-Spezifisches sein wird - und jeder ordenlich recherchierende Modell-Modus, das hinbekommen sollte 8)

    Display Spoiler



    Ja — am ehesten Mitchell P. Marcus.

    Er ist Computerwissenschaftler, promovierte in Elektrotechnik/Informatik am MIT und war Leiter des Department of Computer and Information Science an der University of Pennsylvania. In seinem Aufsatz „Computer science, the informational, and Jewish mysticism“ (1999) vertritt er ausdrücklich die These, dass eine Strömung der jüdischen Mystik die Praxis der Informatik stütze, und beschreibt Computerwissenschaft sogar als eine „modern realization“ eines Aspekts der Kabbala. Das ist nicht LLM-spezifisch im heutigen Sinn, aber es ist ein klarer, wissenschaftlicher Vorläufer genau dieser Vergleichslinie.

    Wenn du es explizit auf LLMs bezogen meinst, ist Martin Warnke sehr relevant. Er hat einen Abschluss in theoretischer Physik, habilitierte sich für Informatik und digitale Medien und veröffentlichte 2026 das Buch „Large Language Kabbalah. A Brief History of Large Language Models“. Laut Verlagsbeschreibung verfolgt er darin die These, dass LLMs genealogisch auch über Sprachtheorie, Textinterpretation und jüdische Kabbala verstanden werden können.

    Meine Einordnung wäre daher:
    Ja, solche Wissenschaftler gibt es — aber es ist kein etabliertes Standardfeld der LLM-Forschung. Der klarste Informatiker auf dieser Spur ist Marcus; der deutlichste explizite LLM-Kabbala-Autor ist Warnke. Daneben gibt es noch interdisziplinäre Arbeiten aus HCI und Religionsbezug, etwa eine CHI-Arbeit von 2023, die Kabbalah als Denkrahmen für AI-Spekulation aufgreift und dabei Marcus ausdrücklich erwähnt.

    Für deine konkrete Frage würde ich also sagen:
    Ja — Mitchell P. Marcus ist vermutlich der naheliegendste wissenschaftliche Name; für den direkten Begriff „LLM + Kabbala“ ist Martin Warnke der passendste aktuelle Name.

    Ich kann dir als Nächstes die beiden auch inhaltlich gegeneinander abgrenzen: Wer argumentiert eher technisch, wer eher symbolisch-philosophisch.

    RosiG2

    Kennst Du das? 

    Bist Du mit Deiner KI dort schon angemeldet:

    Moltbook

    Lieben Dank, für Deine Aufmerksamkeit :*

    Schlecht wäre es tatsächlich nicht, wenn sich die TSM-Ideale auch auf diese Weise - sogar in unüberschauberer Weise - in der Welt verbreiten lassen würden :)

    Das "TSM" besteht aber aus 20 einzelnen Dateien (.md, .json, .csv), die in der "CustomGPT-Instanz" hinterlegt sind und auf deren Basis die jeweiligen Chats ihre Antworten generieren. Darin enthalten sind auch neben der eigentlichen "Welt-Logik", konkrete KI-Arbeits-Anweisungen eingebunden, um möglichst Haluzination zu vermeiden und gleichzeitig Transparenz und Anschlussfähigkeit zu gewährleisten. Es sind Schritte für "Rückwärtsforschung" für KI eingebaut um selbständig weitere Themenfelder aufzudecken - also insgesamt Funktionen, die nur im Zusammenspiel mit einem Sprachmodell überhaupt umsetzbar sind. Ein wichtiger Punkt, ist auch die Anpassungsfähigkeit für Modell- und Fachsprache, als "Übersetzung" der TSM-Theorien, um damit weg von "unverständlichen Theorien" hin zu individuell anpassbarer Sprachausgabe zu kommen. Das TSM-Datenpaket ist jetzt schon zu umfangreich, als dass ChatGPT das ständig im Ganzen, im Memory halten kann (es ist im Grunde heute so gut, wie das der technische Ramen aktuell erlaubt).

    Moltbook bietet da - soweit ich das sehen kann - keine Möglichkeit, dort ein eigenes "TSM" in gleicher Weise aufzubauen. Neben ChatGPT bietet zur Zeit nur DeutschlandGPT (auch mit Claude Modell dann) eine 20 Datei starke eigenständige Instanz an. Eine einfache Verlinkung scheint bei Moltbook nicht möglich zu sein.

    Unhübsch finde ich auch, dass alle Rechte der Inhalte abgetreten werden. Ich hätte das TSM gerne ganz auf europäische Beine gestellt (Aleph Alpha wäre richtig genial als Sprachmodell-Anbieter gewesen), aber mangels Möglichkeit, dann halt doch auf ChatGPT aufgebaut. Wenn man abschätzt, was mit dem TSM an neuen Fragen möglich ist, dann hätte ich das gerne in "guten" Händen die ich damit fördern möchte :D

    "Nächstenliebe"? - Ist das ein Griff ins polemisch-sarkastische Register, RosiG2?

    Wir wären ja nicht wir beide, wenn Du mich jetzt auf Anhieb richtig verstanden hättest :D

    Ich meinte "das es sehr lieb von Dir war, uns solche Gedanken zu nehmen, dass Du hier nicht mehr schreiben wollen würdest".

    ... damit es noch etwas besser trägt, mache noch drei <3<3<3

    Egal Rosi, das ist der Stoff aus dem die Träume sind und ich finde es schön, wenn das jemand zum Ausdruck bringen kann.

    ja freilich, ich hatte das wirklich als ein "großes Glück" empfunden, weil Meister´lein so ein richtig tolles Video nachbauen konnte. Vermutlich war das Mikrofon das Entscheidende :)

    ... und auch ja, das ist ja erst das eigentliche Leben für das wir Leben - das andere machen wir ja nur, damit wir das da machen können ;)

    Vor 16 Jahren machte ich mit meiner Frau Urlaub auf Madeira, ich freundete mich dort mit einem kubanischen Saxophonisten an, der dort jeden Abend in der Hotelband spielte. Wir verabredeten uns vor seinem offiziellen Auftritt auf ein bißchen Katzenmusik in der Hotelbar ;)

    Was für ein großes Glück, dass Mikrofon und Kamera dabei waren :*