Posts by Ups

    Die Vorstellung vom Wasser als etwas Weiblichen löst einerseits Angst, andererseits erotische Sehnsüchte aus und findet ihren Ausdruck in lockenden weiblichen Wasserwesen, die wahlweise im Meer oder in Seen, Flüssen oder Quellen beheimatet sind.

    DAS Wasser als etwas Weibliches ist mir zwar neu, aber wenn ich in es reinsteige, dann umschließt es mich vollkommen, werde sogar darin (schwebend) erleichtert. Hat mein Badewannenwasser die richtige Temperatur, fühlt es sich an wie in meiner Ur-Heimat, damit meine ich die Monate vor der Geburt.

    Die Fragen, die Kant stellt, sind nun beileibe nicht seine Erfindung, sondern werden seit der Antike diskutiert. Es ist nichts falsch daran sich an ihnen zu orientieren, aber die Philosophie ist in unserer Zeit mit neuartigen Fragestellungen konfrontiert, auf die sie eine Antwort finden muss, um gesellschaftlich relevant zu bleiben.

    Ja, Kants Ethik wird den neuartigen Fragen nicht mehr vollumfänglich gerecht, weil wir es heute mit Fragen in der Art zu tun haben wie z.B. "ob es moralisch gerechtfertig ist die Lebenserhaltungsmaschine beim Hirntoten abzuschalten", oder die Fragen zur Atomenergienutzung, der Gentechnik oder dem Klonen usw.

    Die Philosophie, welche ich meine, arbeitet sich nicht daran ab, bereits die Herkunft von Fragen einer richtungsweisenden Perspektive zuzuordnen. Das geschieht dann allenfalls gegenüber den Antworten daraufhin. Beidem hat Kant mit dessen vier Grundfragen, wie ich meine, ausreichend Rechnung getragen; und macht dieselben zeitlos aktuell.

    Kants 4 Fragen mit Richtungseinteilungen sind:

    Was kann ich wissen? Die Frage betrifft die Erkenntnistheorie (wichtig: die Unterscheidung von Phänomen und Ding an sich)

    Was soll ich tun? Ethikfrage (wichtig: Kat. Imperativ)

    Was darf ich hoffen? Theologie (wichtig: das Hoffen auf Gott)

    Was ist der Mensch? Anthropologie (Wichtig: die Vernunft)

    ...gehört doch auch der Tod zur Welt.

    Ja, und wenn morgen ein riesiger Asteroid auf die Erde kracht, gibt es hernach keinen Tod mehr, sogar der Tod ist dann aus der Welt...

    Mich beschäftigte die Frage, was treibt uns an, warum sollten wir weiter leben?

    Zur Beantwortung dieser Frage fand ich beim englischen Philosophen Bernard Williams eine Antwort:

    Dieser unterscheidet bedingte Wünsche (z.B. ein Eis essen, der ersehnte Islandurlaub,...) von kategorialen Wünschen (z.B. mal die Hochzeit der Tochter erleben, mal seine eigene Kunstausstellung erleben,...)

    Während die bedingten Wünsche an die eigene Existenz geknüpft sind, reichen die Kategorischen über die eigene Existenz hinaus.

    Williams Idee hat Samuel Scheffler in seinem Buch «Death and the Afterlife» aufgenommen. Dort stellt er die Frage, wie wir reagieren würden, wenn wir wüssten, dass wenige Wochen nach dem eigenen natürlichen Tod die Welt unterginge (z.B. wenn ein Asteroid in die Erde auslöscht). Scheffler meint, unser Leben würde komplett sinnlos: Nur die Existenz einer Nachwelt (nicht eines Jenseits!), verleiht unserem Leben Sinn. Denn wenn wir wüssten, dass mit unserem Tod die ganze Welt sang- und klanglos untergeht, dann gehen auch unsere kategorischen Wünsche unter, die eben das ausmachen, woran uns wirklich liegt...

    Ich habe das Anliegen auch in der Richtung von Ups "beweisen" verstanden.

    "Metaphysik und Ontologie analytisch und logisch betrachtet", dafür bräuchte es doch aber zuerst mal irgendeine Art von Fundierung

    Nochmals zurück zum Anlass.

    Ich habe mit (Heidegger, ich glaube Sartre und Co. vertreten aehnliches) behauptet, dass es ein Sein, quasi "vor dem bereits ausgelegten begrifflich gefassten Sein" gibt. Die Debatte hier bleibt aber im bereits ausgelegten Sein stecken, das ist meine Interpretation.

    In diesem Thread sollen Aussagen der Metaphysik und Ontologie analytisch und logisch betrachtet werden. Die Idee ist, für die teilweise dunklen Aussagen ein klare und verständliche Sprache zu finden und so einer adäquaten Kritik zuzuführen.

    Analytisch Logisch betrachten müsste man mE jede Aussage, die irgendeinen Anspruch auf Sinn haben erhebt.

    Metaphysik kann bekanntlich keinesfalls empirische Beweise liefern, aber sie kann, gemaess "Kuhns Wissenschaftsphilosophie", analog zur Naturwissenschaft, "als gesellschaftliche Praxis verstanden werden, deren Theorien einen dialektischen Prozess durchlaufen".

    Es gibt Bereiche, da ist der postulierte Ansatz metaphyssische Aussagen also z.B. zum Ich, Person, Freiheit, Sinn mit Aussagen-Logiken zu beweisen halt der falsche Ansatz.

    Schönen Sonntag noch