...gehört doch auch der Tod zur Welt.
Ja, und wenn morgen ein riesiger Asteroid auf die Erde kracht, gibt es hernach keinen Tod mehr, sogar der Tod ist dann aus der Welt...
Mich beschäftigte die Frage, was treibt uns an, warum sollten wir weiter leben?
Zur Beantwortung dieser Frage fand ich beim englischen Philosophen Bernard Williams eine Antwort:
Dieser unterscheidet bedingte Wünsche (z.B. ein Eis essen, der ersehnte Islandurlaub,...) von kategorialen Wünschen (z.B. mal die Hochzeit der Tochter erleben, mal seine eigene Kunstausstellung erleben,...)
Während die bedingten Wünsche an die eigene Existenz geknüpft sind, reichen die Kategorischen über die eigene Existenz hinaus.
Williams Idee hat Samuel Scheffler in seinem Buch «Death and the Afterlife» aufgenommen. Dort stellt er die Frage, wie wir reagieren würden, wenn wir wüssten, dass wenige Wochen nach dem eigenen natürlichen Tod die Welt unterginge (z.B. wenn ein Asteroid in die Erde auslöscht). Scheffler meint, unser Leben würde komplett sinnlos: Nur die Existenz einer Nachwelt (nicht eines Jenseits!), verleiht unserem Leben Sinn. Denn wenn wir wüssten, dass mit unserem Tod die ganze Welt sang- und klanglos untergeht, dann gehen auch unsere kategorischen Wünsche unter, die eben das ausmachen, woran uns wirklich liegt...