Posts by Matthias

    Jetzt auch Baphomias Tod zeigt uns eindringlich: einer nach dem anderen wird sich verabschieden. Memento mori.

    Ja also jetzt nicht zu fest auf die Tränendrüse drücken. Und immer daran denken: Wer früher stirbt ist länger tot. ;)

    Nein, aber man muss es doch auch mit Humor nehmen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

    Ja, Baphomia war ein scheues Reh und das Risiko, sich in eine Kontroverse zu verstricken, war ihr die Sache der Philosophie nicht wert. Wegen dieser Scheu hab´ ich sie (und Philosophietaucherin) vor einigen Monaten „gerügt“ und mehr Engagement „angemahnt“, weil ich mir schlicht nicht vorstellen konnte, daß man im philosophischen Gespräch dauerhaft schweigt.

    Oh, Schweigen ist etwas ganz Besonderes. Ich habe nicht mehr gesprochen, als ich das erste Mal in der Psychiatrie war. Ein paar Tage lang, kein Wort zu niemandem. Ich hatte schlicht keine Kraft dazu. Schweigen schafft Raum. Interessanterweise gab es in dieser Psychiatrie, wo ich zum ersten Mal war, einen Raum der Stille. Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. (Wittgenstein). Der Rest ist Schweigen. (Shakespear) Usw.

    Stille setzt Schweigen voraus und Stille schafft Raum.

    Ja, natürlich.
    Der 3. Punkt ist natürlich auch nicht obligatorisch.
    Nur, falls jemand möchte und gewillt ist, eine sachlich-neutrale Zusammenfassung zur philosophischen Tätigkeit der jeweiligen Person hier im Forum zu geben..

    Ja, dann finde ich die Idee gut. Es wird davon abhängen, wie lange und wie oft jemand hier geschrieben hat. Oder ob jemand vom Forum diese Person persönlich gekannt hat usw.

    Aus diesem Anlass möchte ich mal anregen, ob man im Philosophieraum nicht eine Seite für ehemalige Mitglieder einrichten könnte, die gestorben sind.

    Sinnvolle Inhalte, die mir dazu spontan einfallen:

    1. Die Nachricht vom Ableben der jeweiligen Person
    2. Kondolenzmöglichkeiten für die Mitglieder des Forums
    3. Vielleicht ein kurze Zusammenfassung des philosophischen Schwerpunktes der jeweiligen Person hier im Forum
    4. usw ????

    Und wer soll über die verstorbene Person schreiben? Ich meine, das muss auf Freiwilligkeit basieren.

    Vielleicht habt Ihr Euch schon über die Kerze in meinem Avatar gewundert. Und vielleicht erinnert sich noch jemand an Baphomia. Gestern ist sie gestorben.

    Was bleibt

    Kondoliere. Dein Memoriam über Baphomia ist herzig. Ich habe es gelesen. Ich finde es schön, wenn man über jemanden, ob tot oder lebendig, ein paar schöne Worte sagen kann. Es kommt so selten vor.

    In dem obigen Video mit Fritz B. Simon heißt es an einer Stelle: „Psyche entsteht aus der Interaktion von biologischen und sozialen Systemen“ (36:25). Schau ´Dir das Interview mal an, Matthias, sehr interessant.

    Habe es mir angeschaut. Ja, in dem Video geht es vor allem um Menschen, die Simon gekannt hat. Ich finde es interessant, dass er über diese Menschen sprechen kann. So wie er, könnte ich über keinen Menschen reden, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Schon allein deshalb, weil ich alles immer gleich wieder vergesse. Selbst Gesichter und Namen kann ich oft nur schlecht erinnern.

    Ich sehe es so, dass ein Psychiater oder Psychologe die Psyche des Patienten analysieren sollte. Und dann dem Patienten helfen, dass, was kaputt ist, zu reparieren. Vergessenes und Verdrängtes zu erinnern auch, wenn es wichtig ist für die Reparatur. Also das Gespräch zu zweit ist hier zentral. Dann stellt sich die Frage, ob man durch ein Gespräch jemanden heilen kann oder nicht. Ist reden genug, um Menschen zu helfen oder zu heilen? Es gibt ja auch noch Medikamente. Aber kann ein Gespräch etwas nützen? Ich denke, ob ein Patient wieder gesund wird, hängt stark davon ob, wie stark der Glaube des Psychiaters daran ist, ob man jemanden mit Reden heilen kann, also durch das Gespräch. Wenn man nicht daran glaubt, sollte man wohl nicht ein Psychiater werden.

    Was ich mich weiter frage, wieviel es nützt, wenn jemand viel studiert hat, wenn es darum geht, Patienten zu helfen. Das A und O ist, ob Psychiater und Patient sich verstehen, also auf der gleichen Wellenlänge sind. Wenn das nicht so ist, dann wird auch ein Gespräch nicht viel nützen, denke ich. Auch ein Studium kann das Zwischenmenschliche nicht ersetzen.

    Bislang haben wir in diesem Thread schon einiges zusammengetragen. Wir könnten uns ja auch mal ein, zwei Tage Pause gönnen und dann weitermachen. Was meinen die anderen? - Und was haltet Ihr von der gemeinsamen Lektüre eines kurzen Textes, den wir dann zusammen besprechen?

    Kann ich auch eine Woche Pause machen? :D

    Also meinst du den Text "Vertrauen", der eine gemeinsame Lektüre sein könnte? Oder welchen kurzen Text meinst du?

    Im politischen System operieren die Akteure im Hinblick auf Macht. Wer keine Macht hat, kann nicht gestalten. Und wenn die eigene „Machtbasis“ im Bundestag nicht reicht, muß man „mit der Opposition reden“ usw.

    Ich habe nie recht begriffen, was Macht ist. Macht heisst doch eigentlich, wenn man anderen Menschen sagen darf, was sie tun sollen. Eine extreme Form von Macht müsste es ein, wenn andere Menschen das tun müssen, was jemand sagt.

    Der Mensch hat die Fähigkeit, dass er auch seine Feinde lieben kann. Was ist eigentlich ein Feind? Ich verliere einfach das Interesse, wenn mich jemand nicht interessiert. Ich mache ihn mir nicht zum Feind.

    Na ja, das war schon etwas dahingeblubbert von mir. Mich hat getriggert, dass Meister mir einen Gegensatz aufzumachen schien zwischen emotionalen Frauen und klar denkenden Männern.

    Ihr macht auch ein Begriffsdurcheinander. Wenn schon müsste das heissen, emotionale Frauen und rationale Männer. Klar denkend ist etwas ganz anderes. Und ich sehe es noch so, dass es definitiv intelligentere Frauen als Männer gibt, also von der Intelligenz her gesehen. Wie diese Menschen dann genau denken, ob mehr emotional oder mehr rational, das sei dahingestellt.

    - und bei der Frage nach der faktischen Bestimmung der kommunikativen Inhalte kommt wieder der Mensch ins Spiel der Theorie, bzw gruppenspezifische Interessen (zB ökonomisch-materieller oder geschlechtsspezifischer Art usw usf), welche die (Themen-)Wahl (bzw Unterdrückung) und Konzeption der kommunikativen Inhalte bestimmen - Stichwort: Herrschaftsdiskurs und Deutungshoheit im kommunikativen Diskurs.

    Ich finde die geschlechtsspezifische Art der gruppenspezifischen Interessen äusserst interessant. ^^

    Goldstein ist, wen wundert´s, Blumenberg-Schüler und -Biograph. Und die Wunderkammer der Bedeutungen der Farbe Blau findet sich im Spielraum des Nichtnotwendigen, ja Überflüssigen.

    "Das Überflüssige ist durchaus notwendig." Voltaire.

    Ein herziger Spruch von Voltaire, den ich sonst nicht besonders gut kenne. Er sei lustig gewesen, möglicherweise auch gesellschaftskritisch.

    Ja, die Farbe Blau ist bemerkenswert. Der Himmel, das Meer. Überhaupt sind Farben gesund. Diesen Herbst haben zwei Berner Künstler ein grosses Wandbild an die Fassade des Nachbarhauses gemalt mit sehr schönen Farben. Drei Hände übereinander stellt es dar, im Sinne von "es geht nur zusammen". Interessanterweise ist auch in mein Leben in den letzten Jahren mehr Farbe gekommen, das Wandbild passt also tiptop zu meiner Stimmung.