„Ich weiß nicht genau, wie es zu diesem Buch gekommen ist. Ich lernte Peter Fuchs bei Gelegenheit eines Interviews kennen, das ich mit ihm durchführen wollte, aber nicht eigentlich durchgeführt habe, obwohl es stattgefunden hat.“ (Markus Heidingsfelder)
Umso weniger muß ich wissen, wie es zu diesem Thread gekommen ist. Die Motive liegen im Dunklen. Dort können sie verbleiben, weil letztlich nicht ich etwas durchführen will, sondern etwas findet statt. „Seinesgleichen geschieht.“ (Musil) Essayismus als Programm. Eine Art Gesellschaftsspiel ist dieses Seinesgleichen insofern, weil das Material selbst keine Führung hat. Das Interview, das Markus Heidingsfelder erwähnt, ist in Wirklichkeit ein Gespräch, das in Sprüngen verläuft, Brüche und Umwege hat, ein Labyrinth, in das man nicht hineingeht, sondern in dem man sich befindet, bevor man von ihm weiß; genau genommen weiß man nicht einmal das.
„Das Gehirn ist genauso doof wie die Milz“ - ist der Titel des „Interviews“, das Markus Heidingsfelder mit Peter Fuchs geführt hat. Ein weiteres kleines Büchlein beinhaltet ein Gespräch zwischen Peter Fuchs und dem Papst - einem Papst, denn dieser Papst ist eine Illusion. Es gibt ihn nicht, es sei denn als Fiktion. Glattes Parkett. Dennoch: Eine fabelhaft unaufgeregte Unterhaltung.
Aus diesen beiden Unterhaltungen werde ich - manchmal kommentiert, manchmal nicht - Aufgeschnapptes in den Thread einspeisen. Eine irgendwie geartete Systematik ist dabei nicht zu erwarten, Zusammenhangloses ist erwünscht, Risiken und Nebenwirkungen muß jeder selber mitbringen. Kurzum: es ist wie immer. ![]()