Um unnötige Sorgen und verfrühte Hoffnungen gleich anfangs zu zerstreuen: ich lebe gern. ![]()
Für den Lebensfrohsinn gewährt das Leben allerdings keine Garantie, denn zur Fülle seiner Erfahrungen gehört auch die, gerne zu sterben. "Nicht geboren zu sein, das ist Weit das Beste," läßt Sophokles des Chor in Ödipus auf Kolonos sagen. Für den Lebenden ist es dann schon zu spät, doch der Chor nennt einen Ausweg: "... doch wenn man lebt, ist das Zweite, woher man kam, dorthin zu kehren, so schnell wie möglich." μὴ φῦναι τὸν ἅπαντα νικᾷ λόγον: τὸ δ' ἐπεὶ φανῇ, βῆναι κεῖθεν ὅθεν περ ἥκει πολὺ δεύτερον, ὡς τάχιστα. (1225ff)
"... so schnell wie möglich"? - Über diese Möglichkeit und wie "schnell" sie unter den gesetzlichen Bedingungen und ethischen Aspekten realisiert werden kann und sollte, handelt das Buch Das Leben beenden von Héctor Wittwer. Es geht darin um die Hilfe beim Sterben und die Hilfe zum Sterben. Héctor Wittwer plädiert für das Recht sich selbst zu töten sowie für die Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids unter strengen Auflagen.
Meine Hoffnung ruht ein wenig darauf, daß uns jemand, über deren künftige Mitgliedschaft in diesem Forum ich mich freuen würde, etwas zu den Inhalten des Buches berichtet. So gesehen handelt es sich, wie schon bei den "Grundfragen der Philosophie", um eine Einladung zum Gespräch. Und deren Standardformel lautet auch hier:
Liebe Tiziana: die Bühne gehört Dir. ![]()