In diesem Thread soll das Hauptwerk von Niklas Luhmann, "Die Gesellschaft der Gesellschaft" besprochen werden. Ich beabsichtige momentan Abschnitt für Abschnitt zu lesen und jeweils eine Zusammenfassung - aus meiner Lesart - hier zu posten. Ich habe vor, heute mit dem ersten Abschnitt "1.I Die Gesellschaftstheorie der Soziologie" zu starten.
Die Schwierigkeit scheint zu sein, wie Luhmann schreibt (fett von mir):
Quote from Einführung in die Theorie der Gesellschaft (S.14)Ein weiteres Problem ist die Notwendigkeit einer linearen Darstellung. Eins kommt nach dem anderen. Das wird dem Theoriemuster eigentlich nicht gerecht. Denn was mir vorschwebt, ist nicht eine Theorie, die sich, sagen wir mal mit Hegel: Vom Unbestimmten zum Bestimmten oder sich selbst Bestimmenden entwickelt oder von axiomatischen, abstrakten Grundlagen zu konkreten Anwendungen, sondern es geht eher um ein Netzwerk, in das man immer wieder abstraktere Begriffe oder auch neue Unterscheidungen einführen muss.
Durch das Format sowohl hier, als auch das des "Buches" wird man nun mal halt zu einem "linearen" Aufbau gezwungen (ich beabsichtige, das an anderer Stelle noch zu thematisieren, mit schwebt da eine Idee im Kopf rum). Ich verfolge das also leider trotzdem in der oben angekündigten Herangehensweise "Abschnitt für Abschnitt".
So, als Einleitung in diesen Thread scheint mir der letzte Abschnitt des Vorwortes passend:
Quote from Die Gesellschaft der Gesellschaft (S.15)Der hier vorgelegte Text ist selbst der Versuch einer Kommunikation. Er bemüht sich selbst um eine Beschreibung der Gesellschaft mit voller Einsicht in die skizzierte Verlegenheit. Wenn die Kommunikation einer Gesellschaftstheorie als Kommunikation gelingt, verändert sie die Beschreibung ihres Gegenstandes und damit den diese Beschreibung aufnehmenden Gegenstand. Um das von vornherein im Blick zu halten, heißt der Titel dieses Buches »Die Gesellschaft der Gesellschaft«.