Ja. du hast mich richtig verstanden! ![]()
Frauen in der Philosophie
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idea -
June 15, 2016 at 11:27 AM -
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Ja. du hast mich richtig verstanden!

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hat das von Merkel angedeutete Schamdreieck etwas mit Philosophie zu tun?
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hat das von Merkel angedeutete Schamdreieck etwas mit Philosophie zu tun?
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Hm, ich glaube du bist auf einem anderen Stern - ist Merkel Philosophin?
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Hm, ich glaube du bist auf einem anderen Stern - ist Merkel Philosophin?
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hat das von Merkel angedeutete Schamdreieck etwas mit Philosophie zu tun?
Huch, erkläre mal scilla - Deine Hirnakrobatik.
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hat das von Merkel angedeutete Schamdreieck etwas mit Philosophie zu tun?
Huch, erkläre mal scilla - Deine Hirnakrobatik.
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Ich stelle nur fest, daß auf der Stelle absolut jedes männliche Interesse am Thema erlahmt ist.
Übrigens habe ich bei einer Philosophieprof.in angefragt, ob Dein -und inzwischen auch mein Eindruck überhaupt zutrifft, für die deutschspachigen Unis. Falls es tatsächlich so ist, dann wäre das tatsächlich die Entdeckung einer Forschungslücke.
NS: Allerdings müßte man dabei vielleicht doch über die Geschlechtsfrage hinausgehen. Werden Hersch, Anscombe, Stein, Beauvoir, Irigary deswegen nicht aufgegriffen, um ihr Werk als eigenständige Themen zu erörtern, weil sie Frauen sind oder geht es nicht auch Philosophen so, die aus irgendwelchen Gründen -die es herauszufinden gilt- eben nicht in die Riege der Top Ten aufgenommen worden sind.
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Ich stelle nur fest, daß auf der Stelle absolut jedes männliche Interesse am Thema erlahmt ist.
Übrigens habe ich bei einer Philosophieprof.in angefragt, ob Dein -und inzwischen auch mein Eindruck überhaupt zutrifft, für die deutschspachigen Unis. Falls es tatsächlich so ist, dann wäre das tatsächlich die Entdeckung einer Forschungslücke.
NS: Allerdings müßte man dabei vielleicht doch über die Geschlechtsfrage hinausgehen. Werden Hersch, Anscombe, Stein, Beauvoir, Irigary deswegen nicht aufgegriffen, um ihr Werk als eigenständige Themen zu erörtern, weil sie Frauen sind oder geht es nicht auch Philosophen so, die aus irgendwelchen Gründen -die es herauszufinden gilt- eben nicht in die Riege der Top Ten aufgenommen worden sind.
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ich hatte es gestern früh zwar schon geschrieben, aber damit Du nicht alles nachlesen mußt, wiederhole ich mich einfach: Mich beschäftigt besonders die Überlegung, was in der Philosophie, also was in den philosophischen Entwürfen, Konzeptionen, Denkmodellen erdacht und geschrieben worden ist, womit die philosophischen Theorien selbst dazu beigetragen haben, daß die Frauen einen so "schlechten Stand" hatten. Das wäre aber eher eine Überlegung, die sich auf die lange Geschichte der abendländischen Philosophie in theoretischer Hinsicht bezieht.
Überlegungen über die Frauen von Plato und Aristoteles:
Nach Plato (427 - 347 v. Chr.) sind Frauen das Ergebnis einer physischen Degeneration des Menschen. "Nur Männer sind direkt von den Göttern geschaffen und haben eine Seele. Die Gerechten kehren zu den Sternen zurück, aber von den Feiglingen und Ungerechten kann mit Recht angenommen werden, daß sie in der zweiten Generation in die weibliche Natur übergehen."
Aristotles (384 - 322 v. Chr.) betrachtet Frauen als 'mangelhafte' Menschen.- Frauen sind 'unfruchtbare Männer'. "Die Frau ist durch ihren Mangel an natürlicher Wärme unfähig, ihren menstruellen Ausfluß bis zu jenem Punkt der Läuterung zu bringen (zu 'kochen'), wo er zum Samen würde. Ihr einziger Beitrag zum Embryo ist daher der Körper und ein 'Acker' auf dem es wachsen kann". Ihre Unfähigkeit, Samen zu produzieren, ist ihre Mangelhaftigkeit.
- Der Grund für die Dominanz des Mannes in der Gesellschaft ist seine höhere Intelligenz. Nur der Mann ist ein vollständiger Mensch. "Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist von Natur aus derartig, daß der Mann über der Frau steht, daß der Mann herrscht und die Frau beherrscht wird"
- Weitere Details und Verweise siehe: Greek Philosophy on the Inferiority of Women (= Griechische Philosophie zur Minderwertigkeit der Frau)
- Siehe auch den hervorragenden Artikel von Kim Power, "Of godly men and medicine: ancient biology and the Christian Fathers on the nature of woman" (= "Von göttlichen Menschen und Medizin; altertümliche Biologie und Kirchenväter über die Natur der Frau")
Teil des antiken philosophischen (und wohl auch nicht-philosophischen) Weltbildes war die Minderwertigkeit der Frau.
Dieses Frauenbild war sehr wirkmächtig, wurde über Paulus auch von der katholischen Kirche weiter tradiert und hat sich wohl erst im Rahmen der Aufklärung langsam geändert. -
ich hatte es gestern früh zwar schon geschrieben, aber damit Du nicht alles nachlesen mußt, wiederhole ich mich einfach: Mich beschäftigt besonders die Überlegung, was in der Philosophie, also was in den philosophischen Entwürfen, Konzeptionen, Denkmodellen erdacht und geschrieben worden ist, womit die philosophischen Theorien selbst dazu beigetragen haben, daß die Frauen einen so "schlechten Stand" hatten. Das wäre aber eher eine Überlegung, die sich auf die lange Geschichte der abendländischen Philosophie in theoretischer Hinsicht bezieht.
Überlegungen über die Frauen von Plato und Aristoteles:
Nach Plato (427 - 347 v. Chr.) sind Frauen das Ergebnis einer physischen Degeneration des Menschen. "Nur Männer sind direkt von den Göttern geschaffen und haben eine Seele. Die Gerechten kehren zu den Sternen zurück, aber von den Feiglingen und Ungerechten kann mit Recht angenommen werden, daß sie in der zweiten Generation in die weibliche Natur übergehen."
Aristotles (384 - 322 v. Chr.) betrachtet Frauen als 'mangelhafte' Menschen.- Frauen sind 'unfruchtbare Männer'. "Die Frau ist durch ihren Mangel an natürlicher Wärme unfähig, ihren menstruellen Ausfluß bis zu jenem Punkt der Läuterung zu bringen (zu 'kochen'), wo er zum Samen würde. Ihr einziger Beitrag zum Embryo ist daher der Körper und ein 'Acker' auf dem es wachsen kann". Ihre Unfähigkeit, Samen zu produzieren, ist ihre Mangelhaftigkeit.
- Der Grund für die Dominanz des Mannes in der Gesellschaft ist seine höhere Intelligenz. Nur der Mann ist ein vollständiger Mensch. "Die Beziehung zwischen Mann und Frau ist von Natur aus derartig, daß der Mann über der Frau steht, daß der Mann herrscht und die Frau beherrscht wird"
- Weitere Details und Verweise siehe: Greek Philosophy on the Inferiority of Women (= Griechische Philosophie zur Minderwertigkeit der Frau)
- Siehe auch den hervorragenden Artikel von Kim Power, "Of godly men and medicine: ancient biology and the Christian Fathers on the nature of woman" (= "Von göttlichen Menschen und Medizin; altertümliche Biologie und Kirchenväter über die Natur der Frau")
Teil des antiken philosophischen (und wohl auch nicht-philosophischen) Weltbildes war die Minderwertigkeit der Frau.
Dieses Frauenbild war sehr wirkmächtig, wurde über Paulus auch von der katholischen Kirche weiter tradiert und hat sich wohl erst im Rahmen der Aufklärung langsam geändert. -
Ich weiß nicht, ob das eine Parallele ist: Während meines Kunststudiums gab es eine zeitlang mal so etwas wie "Frauenkunst". (In den 80ern) Ich selbst bin sogar Mitglied einer Künstlergruppe, die ursprünglich aus dieser Bewegung dieser Zeit heraus entstanden ist. Irgendwie hat sich dieses Thema aber erschöpft, vermute ich. Warum? Ich weiß es nicht wirklich, aber ich vermute es liegt daran, dass es erstens so etwas wie "Frauenkunst" nicht gibt und zweitens, weil es unglaublich viele Künstlerinnen gibt. Ich kenne aber keine Zahlen ...
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Ich weiß nicht, ob das eine Parallele ist: Während meines Kunststudiums gab es eine zeitlang mal so etwas wie "Frauenkunst". (In den 80ern) Ich selbst bin sogar Mitglied einer Künstlergruppe, die ursprünglich aus dieser Bewegung dieser Zeit heraus entstanden ist. Irgendwie hat sich dieses Thema aber erschöpft, vermute ich. Warum? Ich weiß es nicht wirklich, aber ich vermute es liegt daran, dass es erstens so etwas wie "Frauenkunst" nicht gibt und zweitens, weil es unglaublich viele Künstlerinnen gibt. Ich kenne aber keine Zahlen ...
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Ich stelle nur fest, daß auf der Stelle absolut jedes männliche Interesse am Thema erlahmt ist.
Das lassen die männlichen Kollegen offensichtlich dann doch nicht auf sich sitzen

Übrigens habe ich bei einer Philosophieprof.in angefragt, ob Dein -und inzwischen auch mein Eindruck überhaupt zutrifft, für die deutschspachigen Unis. Falls es tatsächlich so ist, dann wäre das tatsächlich die Entdeckung einer Forschungslücke.
Die Antwort würde mich sehr interessieren!
Werden Hersch, Anscombe, Stein, Beauvoir, Irigary deswegen nicht aufgegriffen, um ihr Werk als eigenständige Themen zu erörtern, weil sie Frauen sind oder geht es nicht auch Philosophen so, die aus irgendwelchen Gründen -die es herauszufinden gilt- eben nicht in die Riege der Top Ten aufgenommen worden sind.
Hm, Top Ten ist gut - in den Lehrfächern der Philosophiegeschichte war jedenfalls nie die Rede von einer Philosophin. Wie schon gesagt nur in Anthropologie wurde Arendt erwähnt. Warum das so war, kann ich nicht sagen. möglicherweise hätte das den Lehrplan gesprengt

Ich las gerade das erste Kapitel aus 'Denken aus Leidenschaft' von Ingeborg Gleichauf. Ich las ja nun schon einige Bücher und war nach einigen Seiten stets ermüdet, doch dieses Buch liest sich wie 'Die philosoph.Hintertreppe', es ist kurzweilig uns spannend. Die Autorin geht nicht nur auf die jeweilige Philosophie ein, sondern auch auf die Lebensumstände und Beweggründe der Frauen und das ist großartig.
Wer hat schon mal von Christine de Pizan gelesen - wohl kaum jemand, dabei hatte sie schon lange vor Kant aufklärerische Ideen dahingehend sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. De Pizan lebte 1365-1430 also Mittelalter - das Frauenbild zu jener Zeit ist ja hinlänglich bekannt. Trotzdem gelang es ihr Schriften zu fertigen die noch etliche Jahre nach ihrem Tod gelesen wurden. Es war jene Zeit in der Religion offenbar universitär vertreten wurde bzw. von dieser ausging, eine Zeit in der Professoren ein Zuwachs an Macht gelang und sie Frauen von jeder akademischen Bildung ausschlossen.In dieser frauenfeindlichen Haltung waren Professoren und Geistliche verbunden. Die Päpste des 14.Jhdt waren alle Franzosen und an der Pariser Universität ausgebildet worden.
De Pizan schrieb 'Die Stadt der Frauen' in der Tugenden wie Vernunft, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit, Frauen symbolisierten. Sie setzte sich darin mit moralischen und ethischen Vorkommnissen ihrer Zeit auseinander. Leider war es damals eine sehr gefährliche Zeit in der jeder jeden sprichwörtlich um den Kopf brachte, also viele Menschen geköpft wurden. Verleumdung war an der Tagesordnung und sogar eine Art Blutrausch war gegeben wie aus den Geschichtsbüchern sicher zu erfahren ist. So blieb auch de Pizan letztlich nichts anderes übrig als ins Kloster zu gehen wo sie dann verstarb...fast unbekannterweise. -
Ich stelle nur fest, daß auf der Stelle absolut jedes männliche Interesse am Thema erlahmt ist.
Das lassen die männlichen Kollegen offensichtlich dann doch nicht auf sich sitzen

Übrigens habe ich bei einer Philosophieprof.in angefragt, ob Dein -und inzwischen auch mein Eindruck überhaupt zutrifft, für die deutschspachigen Unis. Falls es tatsächlich so ist, dann wäre das tatsächlich die Entdeckung einer Forschungslücke.
Die Antwort würde mich sehr interessieren!
Werden Hersch, Anscombe, Stein, Beauvoir, Irigary deswegen nicht aufgegriffen, um ihr Werk als eigenständige Themen zu erörtern, weil sie Frauen sind oder geht es nicht auch Philosophen so, die aus irgendwelchen Gründen -die es herauszufinden gilt- eben nicht in die Riege der Top Ten aufgenommen worden sind.
Hm, Top Ten ist gut - in den Lehrfächern der Philosophiegeschichte war jedenfalls nie die Rede von einer Philosophin. Wie schon gesagt nur in Anthropologie wurde Arendt erwähnt. Warum das so war, kann ich nicht sagen. möglicherweise hätte das den Lehrplan gesprengt

Ich las gerade das erste Kapitel aus 'Denken aus Leidenschaft' von Ingeborg Gleichauf. Ich las ja nun schon einige Bücher und war nach einigen Seiten stets ermüdet, doch dieses Buch liest sich wie 'Die philosoph.Hintertreppe', es ist kurzweilig uns spannend. Die Autorin geht nicht nur auf die jeweilige Philosophie ein, sondern auch auf die Lebensumstände und Beweggründe der Frauen und das ist großartig.
Wer hat schon mal von Christine de Pizan gelesen - wohl kaum jemand, dabei hatte sie schon lange vor Kant aufklärerische Ideen dahingehend sich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien. De Pizan lebte 1365-1430 also Mittelalter - das Frauenbild zu jener Zeit ist ja hinlänglich bekannt. Trotzdem gelang es ihr Schriften zu fertigen die noch etliche Jahre nach ihrem Tod gelesen wurden. Es war jene Zeit in der Religion offenbar universitär vertreten wurde bzw. von dieser ausging, eine Zeit in der Professoren ein Zuwachs an Macht gelang und sie Frauen von jeder akademischen Bildung ausschlossen.In dieser frauenfeindlichen Haltung waren Professoren und Geistliche verbunden. Die Päpste des 14.Jhdt waren alle Franzosen und an der Pariser Universität ausgebildet worden.
De Pizan schrieb 'Die Stadt der Frauen' in der Tugenden wie Vernunft, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit, Frauen symbolisierten. Sie setzte sich darin mit moralischen und ethischen Vorkommnissen ihrer Zeit auseinander. Leider war es damals eine sehr gefährliche Zeit in der jeder jeden sprichwörtlich um den Kopf brachte, also viele Menschen geköpft wurden. Verleumdung war an der Tagesordnung und sogar eine Art Blutrausch war gegeben wie aus den Geschichtsbüchern sicher zu erfahren ist. So blieb auch de Pizan letztlich nichts anderes übrig als ins Kloster zu gehen wo sie dann verstarb...fast unbekannterweise. -
Ich bin schwer irritiert.
Es wird sich gewundert, warum Frauen sowohl in den vergangenen Jahrhunderten und auch noch heute, in der Philosophie quasi nicht existent waren und heute auch nicht so in dem Umfang gelehrt werden, wie Männer.
Das liegt doch auf der Hand. Einige Gründe wurden hier auch schon genannt.
Setzt man den Zeitpunkt, ab dem es mehr Frauen möglich war, zu studieren mit 1900 an, dürfte es doch nicht verwundern, dass es dauerte, bis auch Frauen im Hochschulbetrieb anerkannt wurden. Mehr oder weniger.
Schaut man sich die heutige Verhältnis von studierenden Männern und Frauen an - im Bereich der Geisteswissenschaften- ist zu sehen, dass es halbe halbe ist (manchmal mehr manchmal weniger, in meinem Studienfach waren die Frauen knapp in der Mehrheit). Nur bleibt dieses Verhältnis nicht so, wenn sich die Situation bei der Verteilung der Professuren angeschaut wird. Da kannste in manchen Bereichen die Frauen mit der Lupe suchen. Warum? Ähm, ich dachte, dass ist bekannt. Salopp und kurz gesagt, der wissenschaftliche Betrieb an den Hochschulen ist immer noch männlich dominiert.Bei Frauen, die früher sich im Bereich der Wissenschaft emanzipierten und Erfolg hatten, findet sich im Lebenslauf irgendeinen Punkt, der sie von anderen Frauen abhob. Herkunft, reichere Familie, liberale, moderne Eltern, Eigensinn, usw. usw. Hannah Arendt hatte eine Mutter, die sie untypisch zur damaligen Zeit erzog. Es waren oft Eltern/Verwandte, die diesen Frauen den Zugang zur Bildung ermöglichten.
Hildegard von Bingen kam aus keiner armen Familie und wurde wie es wohl üblich war, ins Kloster gebracht. Dort erhielt sie Bildung.Bertha von Suttner war auch im gewissen Sinne priviligiert, ihr Mann scheint nichts dagegen gehabt zu haben, dass sie schrieb. Übrigens nicht unter ihrem Namen. Ihr Kontakt zu Nobel (der ja angeblich in sie verliebt war, und den Nobelpreis angeblich auch wegen ihr gestiftet hatte, und es ist keine Überraschung, dass sie den Friedensnobelpreis erhielt) war auch ein Türöffner.
Wenn man bedenkt, wie kurz eigentlich der Zeitraum ist, ab dem Frauen Zugang zu wissenschaftlicher Bildung hatten, und das im Verhältnis zu dem Zeitraum setzt, in dem es ihnen nicht möglich war, haben sie schon ziemlich viel erreicht, sozusagen im Sauseschritt. Aber so schnell, dass man die Zeiten davor einfach abschütteln kann, auch wieder nicht.
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Ich bin schwer irritiert.
Es wird sich gewundert, warum Frauen sowohl in den vergangenen Jahrhunderten und auch noch heute, in der Philosophie quasi nicht existent waren und heute auch nicht so in dem Umfang gelehrt werden, wie Männer.
Das liegt doch auf der Hand. Einige Gründe wurden hier auch schon genannt.
Setzt man den Zeitpunkt, ab dem es mehr Frauen möglich war, zu studieren mit 1900 an, dürfte es doch nicht verwundern, dass es dauerte, bis auch Frauen im Hochschulbetrieb anerkannt wurden. Mehr oder weniger.
Schaut man sich die heutige Verhältnis von studierenden Männern und Frauen an - im Bereich der Geisteswissenschaften- ist zu sehen, dass es halbe halbe ist (manchmal mehr manchmal weniger, in meinem Studienfach waren die Frauen knapp in der Mehrheit). Nur bleibt dieses Verhältnis nicht so, wenn sich die Situation bei der Verteilung der Professuren angeschaut wird. Da kannste in manchen Bereichen die Frauen mit der Lupe suchen. Warum? Ähm, ich dachte, dass ist bekannt. Salopp und kurz gesagt, der wissenschaftliche Betrieb an den Hochschulen ist immer noch männlich dominiert.Bei Frauen, die früher sich im Bereich der Wissenschaft emanzipierten und Erfolg hatten, findet sich im Lebenslauf irgendeinen Punkt, der sie von anderen Frauen abhob. Herkunft, reichere Familie, liberale, moderne Eltern, Eigensinn, usw. usw. Hannah Arendt hatte eine Mutter, die sie untypisch zur damaligen Zeit erzog. Es waren oft Eltern/Verwandte, die diesen Frauen den Zugang zur Bildung ermöglichten.
Hildegard von Bingen kam aus keiner armen Familie und wurde wie es wohl üblich war, ins Kloster gebracht. Dort erhielt sie Bildung.Bertha von Suttner war auch im gewissen Sinne priviligiert, ihr Mann scheint nichts dagegen gehabt zu haben, dass sie schrieb. Übrigens nicht unter ihrem Namen. Ihr Kontakt zu Nobel (der ja angeblich in sie verliebt war, und den Nobelpreis angeblich auch wegen ihr gestiftet hatte, und es ist keine Überraschung, dass sie den Friedensnobelpreis erhielt) war auch ein Türöffner.
Wenn man bedenkt, wie kurz eigentlich der Zeitraum ist, ab dem Frauen Zugang zu wissenschaftlicher Bildung hatten, und das im Verhältnis zu dem Zeitraum setzt, in dem es ihnen nicht möglich war, haben sie schon ziemlich viel erreicht, sozusagen im Sauseschritt. Aber so schnell, dass man die Zeiten davor einfach abschütteln kann, auch wieder nicht.
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Ein Beispiel aus einem anderem ganz anderen Umfeld. Mich hat gerade das Kreuzworträtselfieber gepackt. Bei manchen Suchbegriffen und die Antworten dazu, bin ich oft schwer irritiert. Da gibt es Klischees, Vorurteile, in allen Bereichen, Frauen, Nichtdeutsche, ... Fremdartige Person: Exot, zänkische Person: Furie, edler Mensch: Ritter, Frau: Weib, Anrede für Frau: Fräulein usw. Ernährer der Familie: Hausherr.
Nun ja. Off-Topic beendet. -
Ein Beispiel aus einem anderem ganz anderen Umfeld. Mich hat gerade das Kreuzworträtselfieber gepackt. Bei manchen Suchbegriffen und die Antworten dazu, bin ich oft schwer irritiert. Da gibt es Klischees, Vorurteile, in allen Bereichen, Frauen, Nichtdeutsche, ... Fremdartige Person: Exot, zänkische Person: Furie, edler Mensch: Ritter, Frau: Weib, Anrede für Frau: Fräulein usw. Ernährer der Familie: Hausherr.
Nun ja. Off-Topic beendet. -
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