Es ist zu bedenken, ob man sich all zu leicht betreffs des ursprünglichen Raumverständnis selbst blendet. Schon Narziss fand jene glatte Ebene, die nicht bloss das Spiegelbild spielerisch eröffnete, sondern auch die Weite der ohnehin aus Blüten bekannten Symmetrie methodisch eröffnete. Der ganze Leib strotzt vor Raumsymmetrie: Hände, Gesicht, Arm und Beine, Brust und Brüste.
Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass der Rennfahrer Michael Schumacher nur mit der Strassenkarte im Kopf Weltmeister werden konnte, und stattdessen uns zu ihm ins Cockpit setzen: Lenkrad, Gaspedal und Bremse, Füllstand sind s e i n e weltmeisterlichen Koordinaten; er ist mit seiner Bolide verwachsen, wie eine Schildkröte mit ihrem Panzer, und spürt seine Leib-Maschine.
Der Hermann Schmitz‘ Leib kommt ohne die fünf Sinne aus, weil der Schmitz‘Leib den Schmitz'Ortsraum unter anderem mit Händen und Füssen auslotet und atmend, ahnend, merkend spürt. ![]()