Die Idee ist hier, das Außenwelproblem von der anderen Seite zu betrachten: Nicht von denjenigen aus, die nur als Gehirne im Nährbottich schweben, sondern von der anderen Seite aus: Einem Akteur, der alle Möglichkeiten hat, Gehirne über einen Computer und dessen Programmierung physisch zu reizen.
Die folgende Anordnung ist gegeben:
- Da ist ein Computer und jemand, der sich hinreichend mit der Programmierung auskennt, also genauer: Eine Programmiersprache beherrscht
- Der Computer hat eine Einrichtung, die ihn mit beliebig vielen menschlichen Gehirnen verbindet
- Über diese Verbindung kann der Computer physikalisch auf das Gehirn einwirken (z.B. Stromstöße) und damit beliebiges Gehirnverhalten (Verursachung von Gehirnströmen, die Feuerung jedes einzelnen Neurons usw.) verursachen und steuern
- Über diese Verbindung ist auch eine vollständige Beobachtung des Gehirnverhaltens möglich
Die Frage lautet nun: Wie müsste der Programmierer das Programm schreiben, wenn er bei den beteiligten Gehirnen z.B. eine Unterhaltung der folgenden Art vorspiegeln möchte?
"Wie geht's?"
"So la la."
Wenn es für ihn absolut unmöglich ist zu wissen, welche physikalischen Inputs die Vorspiegelung der genannten Unterhaltung in den Gehirnen verursachen, also absolut kein Programm geschrieben werden kann, mit dem dies möglich ist, dann sehe ich Rechtfertigung für zwei Meinungen, eine anti-materialistische und eine anti-skeptische:
- Es ist gerechtfertigt zu glauben, dass keine mentale Lenkung durch externe physische Ursachen möglich ist; der Materialismus in der Philosophie des Geistes ist zurückzuweisen
- Es ist gerechtfertigt zu glauben, dass das ganze Experiment nicht funktionieren kann und daher auf diese Weise eine Vorspiegelung der Außenwelt nicht möglich ist.