Pseudo-Ontologie?

  • Joachim Stiller hat einen Text verfasst,
    der sich in 44 Kapiteln vortastet

    http://jstiller.js.funpic.de/download/philosophie_etwas_ist.pdf

    Quote


    KAPITEL 1: Einleitung

    Etwas ist, Etwas ist immer. Aber nicht alles ist. Vieles ist auch nicht.
    Vieles wird erst noch sein oder ist gewesen.

    Etwas ist. Etwas ist immer. Aber nicht alles ist. Vieles ist auch nicht.
    Vieles ist noch nicht oder nicht mehr.


    in der wohlwollenden Interpretation sehe ich den Versuch,
    die Mengenlehre zu begründen

    die Leere Menge IST eine Menge ('ist nicht')
    die Grundmenge kann sich im Verlauf der Rechnung ändern ('ist nicht mehr', 'ist noch nicht')
    die Menge aller Mengen wächst ständig ('ist nicht mehr', 'ist noch nicht')

    als Kritiker sehe ich aber,
    daß sich der Satz 'Aber nicht alles ist.'

    nicht auf die Beschreibung dessen, was ist, beziehen kann
    (denn die Beschreibung einer Menge IST)


    der Autor hatte also nicht die Mengenlehre im Sinn,
    sondern einfach nur die Unterscheidung
    von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

    und das wäre für eine Ontologie zu wenig

    dort ist die Bezeichnung
    für die Leere Menge das 'nicht-Sein'
    für die Grund-Menge das 'da-Sein'
    für die Menge aller Mengen das 'Seiende'

    die Teilmenge verweist auf den Dualismus,
    der ohne das Sein auszukommen versucht
    - ideologisches Alsobsein
    - empirisches Dasein

  • Joachim Stiller hat einen Text verfasst,
    der sich in 44 Kapiteln vortastet

    http://jstiller.js.funpic.de/download/philosophie_etwas_ist.pdf

    Quote


    KAPITEL 1: Einleitung

    Etwas ist, Etwas ist immer. Aber nicht alles ist. Vieles ist auch nicht.
    Vieles wird erst noch sein oder ist gewesen.

    Etwas ist. Etwas ist immer. Aber nicht alles ist. Vieles ist auch nicht.
    Vieles ist noch nicht oder nicht mehr.


    in der wohlwollenden Interpretation sehe ich den Versuch,
    die Mengenlehre zu begründen

    die Leere Menge IST eine Menge ('ist nicht')
    die Grundmenge kann sich im Verlauf der Rechnung ändern ('ist nicht mehr', 'ist noch nicht')
    die Menge aller Mengen wächst ständig ('ist nicht mehr', 'ist noch nicht')

    als Kritiker sehe ich aber,
    daß sich der Satz 'Aber nicht alles ist.'

    nicht auf die Beschreibung dessen, was ist, beziehen kann
    (denn die Beschreibung einer Menge IST)


    der Autor hatte also nicht die Mengenlehre im Sinn,
    sondern einfach nur die Unterscheidung
    von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

    und das wäre für eine Ontologie zu wenig

    dort ist die Bezeichnung
    für die Leere Menge das 'nicht-Sein'
    für die Grund-Menge das 'da-Sein'
    für die Menge aller Mengen das 'Seiende'

    die Teilmenge verweist auf den Dualismus,
    der ohne das Sein auszukommen versucht
    - ideologisches Alsobsein
    - empirisches Dasein

  • @ scilla,

    Du machst möglicher Weise den Fehler, nur in der Gegenwart zu denken, wie es auch die Mengenlehre tut. Du musst aber den Faktor Zeit mitberücksichtigen. Und dann ist eine Ontologie der Zeit eben eine Werweiterung der Ontologie des Seins... Und so war es auch von Heidegger gemeint... Gruß Joachim Stiller Münster

  • @ scilla,

    Du machst möglicher Weise den Fehler, nur in der Gegenwart zu denken, wie es auch die Mengenlehre tut. Du musst aber den Faktor Zeit mitberücksichtigen. Und dann ist eine Ontologie der Zeit eben eine Werweiterung der Ontologie des Seins... Und so war es auch von Heidegger gemeint... Gruß Joachim Stiller Münster

  • @ scilla,

    wenn ich es mir recht überlegen, dann hast Du vielleicht gar nicht so ganz unrecht. Meine Formulierung aus der Einleitung ist wenigstens missverständlich. Ich muss allerdings zu meiner Entschuldigung sagen, dass der Wortlaut ursprünglich ein anderer war... Ich habe es jetzt noch einmal geändert:

    Quote

    Eine kleine Metaphysik I - Einleitung

    Etwas ist, Etwas ist immer. Vieles ist. Vieles wird aber auch erst noch sein oder schon gewesen sein.

    Etwas ist. Etwas ist immer. Vieles ist. Vieles ist aber auch noch nicht oder nicht mehr.


    So sollte es eigentlich korrekt sein... Bitte bestätigen... Gruß Joachim Stiller Münster

  • @ scilla,

    wenn ich es mir recht überlegen, dann hast Du vielleicht gar nicht so ganz unrecht. Meine Formulierung aus der Einleitung ist wenigstens missverständlich. Ich muss allerdings zu meiner Entschuldigung sagen, dass der Wortlaut ursprünglich ein anderer war... Ich habe es jetzt noch einmal geändert:

    Quote

    Eine kleine Metaphysik I - Einleitung

    Etwas ist, Etwas ist immer. Vieles ist. Vieles wird aber auch erst noch sein oder schon gewesen sein.

    Etwas ist. Etwas ist immer. Vieles ist. Vieles ist aber auch noch nicht oder nicht mehr.


    So sollte es eigentlich korrekt sein... Bitte bestätigen... Gruß Joachim Stiller Münster

  • die Schwäche meiner Argumentation ist die Leere Menge
    die haben wir zwar alle in der Schule kennengelernt
    und immer dann, wenn es keine Lösung gab, anstelle von NICHTS als Lösung hingeschrieben

    aber eine Begründung für die Leere Menge habe ich nie gehört

    das mathematische Symbol für die Leere Menge '{}' deutet auf eine Klammer,
    deren Inhalt nicht bekannt ist, sozusagen { ...}
    in der Leere steckt also etwas drin

    1. Möglichkeit:
    gebündelte Zahlen starten wieder am Anfang mit der 1 und bekommen eine Null angehängt
    die Zahl 10 beinhaltet die Zahlen 1 bis 10, aber nur die 10 steht da

    2. Möglichkeit:
    ein Periodensystem ist eine Tabelle, welche auch diejenigen Elemente aufführt,
    die es gar nicht gibt

    3. Möglichkeit
    die Frage steht im Raum, wurde aber noch nicht gestellt

    falsch ist Möglichkeit,
    den Durchschnitt als Inhalt zu präsentieren
    (der Durchschnitt ist dualistisch und gehört zur Teilmenge)

  • die Schwäche meiner Argumentation ist die Leere Menge
    die haben wir zwar alle in der Schule kennengelernt
    und immer dann, wenn es keine Lösung gab, anstelle von NICHTS als Lösung hingeschrieben

    aber eine Begründung für die Leere Menge habe ich nie gehört

    das mathematische Symbol für die Leere Menge '{}' deutet auf eine Klammer,
    deren Inhalt nicht bekannt ist, sozusagen { ...}
    in der Leere steckt also etwas drin

    1. Möglichkeit:
    gebündelte Zahlen starten wieder am Anfang mit der 1 und bekommen eine Null angehängt
    die Zahl 10 beinhaltet die Zahlen 1 bis 10, aber nur die 10 steht da

    2. Möglichkeit:
    ein Periodensystem ist eine Tabelle, welche auch diejenigen Elemente aufführt,
    die es gar nicht gibt

    3. Möglichkeit
    die Frage steht im Raum, wurde aber noch nicht gestellt

    falsch ist Möglichkeit,
    den Durchschnitt als Inhalt zu präsentieren
    (der Durchschnitt ist dualistisch und gehört zur Teilmenge)

  • O.k. dann sind wir jetzt aber bei der Mengenlehre. Und die sieht eben komplett von der Zeitenlogik ab... Mengenlehre spielt sich ausschließlich in der Gegenwart ab... Sie ist statisch... In ihr gibt es weder Bewegung, noch irgendetwas Prozesshaftes, außer Bildungen von Untermengen oder Bündeln... Übrigens bin ich trotz dieser Einschränkungen ein großer Freund der Mengenlehre... Gruß Joachim Stiller Münster

  • O.k. dann sind wir jetzt aber bei der Mengenlehre. Und die sieht eben komplett von der Zeitenlogik ab... Mengenlehre spielt sich ausschließlich in der Gegenwart ab... Sie ist statisch... In ihr gibt es weder Bewegung, noch irgendetwas Prozesshaftes, außer Bildungen von Untermengen oder Bündeln... Übrigens bin ich trotz dieser Einschränkungen ein großer Freund der Mengenlehre... Gruß Joachim Stiller Münster

  • Quote

    So sollte es eigentlich korrekt sein... Bitte bestätigen... Gruß Joachim Stiller Münster

    mir geht es nur um Deine Zeitunterteilung 'Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft'
    denn für mich
    erstreckt sich das JETZT über alle drei Bereiche

    wenn sich etwas ausbildet (Talbildung),
    dann hat das meistens bereits in der Vergangenheit begonnen,
    ist gegenwärtig am Werk und wird noch geraume Zeit weiter gehen

    die Philosophie des Vorher und Nachher ist ein eigenständiger Bereich

  • Quote

    So sollte es eigentlich korrekt sein... Bitte bestätigen... Gruß Joachim Stiller Münster

    mir geht es nur um Deine Zeitunterteilung 'Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft'
    denn für mich
    erstreckt sich das JETZT über alle drei Bereiche

    wenn sich etwas ausbildet (Talbildung),
    dann hat das meistens bereits in der Vergangenheit begonnen,
    ist gegenwärtig am Werk und wird noch geraume Zeit weiter gehen

    die Philosophie des Vorher und Nachher ist ein eigenständiger Bereich

  • Quote

    Und dann ist eine Ontologie der Zeit eben eine Erweiterung der Ontologie des Seins...
    Und so war es auch von Heidegger gemeint

    da bin ich überfragt

    Quote


    Mengenlehre spielt sich ausschließlich in der Gegenwart ab...
    Sie ist statisch...
    In ihr gibt es weder Bewegung, noch irgendetwas Prozesshaftes, außer Bildungen von Untermengen oder Bündeln


    das Fließen findet für mich innerhalb einer Tonleiter oder als Rhythmus (Wasserstand) statt
    und gehört zur Leeren Menge (zum nicht-Sein)

  • Quote

    Und dann ist eine Ontologie der Zeit eben eine Erweiterung der Ontologie des Seins...
    Und so war es auch von Heidegger gemeint

    da bin ich überfragt

    Quote


    Mengenlehre spielt sich ausschließlich in der Gegenwart ab...
    Sie ist statisch...
    In ihr gibt es weder Bewegung, noch irgendetwas Prozesshaftes, außer Bildungen von Untermengen oder Bündeln


    das Fließen findet für mich innerhalb einer Tonleiter oder als Rhythmus (Wasserstand) statt
    und gehört zur Leeren Menge (zum nicht-Sein)

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