Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit

  • "Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit" liegt mir vor. Ich hatte den Eindruck, dass einige das Buch haben. Right? Wer es hat, bitte melden :) Ich schlage vor, dass wir dicht am Buch einen entsprechenden Lesethread zu den "philosophischen" Erörterungen Roths machen. (So ab Kapitel 13) Er legt zwar ein überaus klassisches Denken vor. Aber das muss uns ja nicht schocken ;)

    Edited once, last by Fliege: Eingestellt auf Unterrubrik: Philosophie des Geistes. (January 21, 2013 at 4:15 PM).

  • "Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit" liegt mir vor. Ich hatte den Eindruck, dass einige das Buch haben. Right? Wer es hat, bitte melden :) Ich schlage vor, dass wir dicht am Buch einen entsprechenden Lesethread zu den "philosophischen" Erörterungen Roths machen. (So ab Kapitel 13) Er legt zwar ein überaus klassisches Denken vor. Aber das muss uns ja nicht schocken ;)

    Edited once, last by Fliege: Eingestellt auf Unterrubrik: Philosophie des Geistes. (January 21, 2013 at 4:15 PM).

  • Ich hatte den Eindruck, dass einige das Buch haben.


    Ich habe das Buch als PDF und kann threadbegleitend relevante Teile des Textes hier nach Bedarf einstellen. "So ab Kapitel 13" umfasst die Seiten 314 bis 363 (wegen S. 362-363 wären noch einige Passagen aus Kapitel 1 nachzutragen, nämlich S. 20-25).

  • Ich hatte den Eindruck, dass einige das Buch haben.


    Ich habe das Buch als PDF und kann threadbegleitend relevante Teile des Textes hier nach Bedarf einstellen. "So ab Kapitel 13" umfasst die Seiten 314 bis 363 (wegen S. 362-363 wären noch einige Passagen aus Kapitel 1 nachzutragen, nämlich S. 20-25).

  • Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit - Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen, 5. Auflage, 1996:

  • Gerhard Roth, Das Gehirn und seine Wirklichkeit - Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen, 5. Auflage, 1996:

  • Ich habe das Buch als PDF und kann threadbegleitend relevante Teile des Textes hier nach Bedarf einstellen. "So ab Kapitel 13" umfasst die Seiten 314 bis 363 (wegen S. 362-363 wären noch einige Passagen aus Kapitel 1 nachzutragen, nämlich S. 20-25).

    Das wäre gut, weil ich es momentan nicht zur Hand habe. Außer eben Kapitel 12 und 13 als script.

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

  • Ich habe das Buch als PDF und kann threadbegleitend relevante Teile des Textes hier nach Bedarf einstellen. "So ab Kapitel 13" umfasst die Seiten 314 bis 363 (wegen S. 362-363 wären noch einige Passagen aus Kapitel 1 nachzutragen, nämlich S. 20-25).

    Das wäre gut, weil ich es momentan nicht zur Hand habe. Außer eben Kapitel 12 und 13 als script.

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

  • Die Welt unserer Empfindungen besteht aus drei Bereichen: der Außenwelt, der Welt unseres Körpers und der Welt unserer geistigen und emotionalen Zustände. Diese drei Bereiche sind normalerweise deutlich voneinander getrennt.

    Nun, man akzeptiert diese Setzungen oder das Gespräch beginnt bei der Infragestellung ihrer.

  • Die Welt unserer Empfindungen besteht aus drei Bereichen: der Außenwelt, der Welt unseres Körpers und der Welt unserer geistigen und emotionalen Zustände. Diese drei Bereiche sind normalerweise deutlich voneinander getrennt.

    Nun, man akzeptiert diese Setzungen oder das Gespräch beginnt bei der Infragestellung ihrer.

  • Es sind Setzungen. Richtig. Der ganze Zusammenhang ist historisch nicht geklärt. Nicht einmal von der Anthroposophie, von der man das doch am ehesten erwarten sollte. Da wird sich wohl irgendjemand opfern müssen, dass einmal auszuarbeiten. Wenn man nun mit Descartes von einer "res extensia", der Körperlichkeit, und einer "res cogitans", dem Geist, ausgeht, dann fragt sich, wo man die Seele lokalisieren soll. Die mentalen Zustände lokalisieren wir im Kopf, aber die seelischen Zustände - innere Wahrnehmung und Gefühle, Willensregungen, Hunger, Durst, Angst, usw. lokalisieren wir tatsächlich im ganzen Körper. All das klingt in dem Text von Roth an. Wenn ich also eine Verschiebung dessen, was ich als Anthroposoph ja ganz sicher als Trichotomie des Menschen annehmen muss, also den Menschen als Körper, Seele und Geist, so vornehme, dass sich die mentalen Zustände im Kopf befinden, die seelischen Zustände im Körper als ein "Innen" und der Körper gar nicht existiert, oder eben nur als Teil der Außenwelt, als Teil des Außen, dann scheint mir das in jedem Fall eine gute Arbeitsgurndlage (Arbeitshypothese) zu sein. Der Körper hat also zwei Seiten, eine Innenseite und eine Außenseite.. Ich möchte gerne vorläufig daran festhalten... Gruß Joachim Stiller Münster

  • Es sind Setzungen. Richtig. Der ganze Zusammenhang ist historisch nicht geklärt. Nicht einmal von der Anthroposophie, von der man das doch am ehesten erwarten sollte. Da wird sich wohl irgendjemand opfern müssen, dass einmal auszuarbeiten. Wenn man nun mit Descartes von einer "res extensia", der Körperlichkeit, und einer "res cogitans", dem Geist, ausgeht, dann fragt sich, wo man die Seele lokalisieren soll. Die mentalen Zustände lokalisieren wir im Kopf, aber die seelischen Zustände - innere Wahrnehmung und Gefühle, Willensregungen, Hunger, Durst, Angst, usw. lokalisieren wir tatsächlich im ganzen Körper. All das klingt in dem Text von Roth an. Wenn ich also eine Verschiebung dessen, was ich als Anthroposoph ja ganz sicher als Trichotomie des Menschen annehmen muss, also den Menschen als Körper, Seele und Geist, so vornehme, dass sich die mentalen Zustände im Kopf befinden, die seelischen Zustände im Körper als ein "Innen" und der Körper gar nicht existiert, oder eben nur als Teil der Außenwelt, als Teil des Außen, dann scheint mir das in jedem Fall eine gute Arbeitsgurndlage (Arbeitshypothese) zu sein. Der Körper hat also zwei Seiten, eine Innenseite und eine Außenseite.. Ich möchte gerne vorläufig daran festhalten... Gruß Joachim Stiller Münster

  • Nun, man akzeptiert diese Setzungen oder das Gespräch beginnt bei der Infragestellung ihrer.

    Das eigentlich interessante finde ich, dass man selbst in der Philosophie nicht ohne Postulate auskommt, wenn man eine bestimmte Betrachtung beginnt. Man fängt ja nie "ganz vorne" oder mit der "ersten Gewßheit" an, etwas zu erklären. Sondern irgendwie immer "mittendrin". Wenn man nur diese eine Betrachtung, also den Gegenstand der Thematik im Buch, vornehmen will, kann man aber "hier und jetzt" damit arbeiten, damit wie Aristoteles sagen würde "der Gedanke zum Stillstand kommen kann". Wenn wir jedoch darüber diskutieren wollen, vermute ich, dass wir selbst mit so oder so gearteten Setzungen arbeiten müssten.

    Wichtig an dieser Textstelle finde ich jedenfalls, dass Roth (nur) von den Empfindungen spricht, nicht etwa von den Gedanken. Vielleicht können wir das ja im Auge behalten.

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

    Edited 2 times, last by iselilja (January 19, 2013 at 8:51 AM).

  • Nun, man akzeptiert diese Setzungen oder das Gespräch beginnt bei der Infragestellung ihrer.

    Das eigentlich interessante finde ich, dass man selbst in der Philosophie nicht ohne Postulate auskommt, wenn man eine bestimmte Betrachtung beginnt. Man fängt ja nie "ganz vorne" oder mit der "ersten Gewßheit" an, etwas zu erklären. Sondern irgendwie immer "mittendrin". Wenn man nur diese eine Betrachtung, also den Gegenstand der Thematik im Buch, vornehmen will, kann man aber "hier und jetzt" damit arbeiten, damit wie Aristoteles sagen würde "der Gedanke zum Stillstand kommen kann". Wenn wir jedoch darüber diskutieren wollen, vermute ich, dass wir selbst mit so oder so gearteten Setzungen arbeiten müssten.

    Wichtig an dieser Textstelle finde ich jedenfalls, dass Roth (nur) von den Empfindungen spricht, nicht etwa von den Gedanken. Vielleicht können wir das ja im Auge behalten.

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

    Edited 2 times, last by iselilja (January 19, 2013 at 8:51 AM).

  • Hat jemand von Euch diesen Text eventuell sogar mit textkritischem Apparat?

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

  • Hat jemand von Euch diesen Text eventuell sogar mit textkritischem Apparat?

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
    et cuncta bona erant

  • Wenn ich das richtig sehe, besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass wir unsere Empfindungen - zumindest im Alltag - in drei Kategorien einteilen:

    o Wahrnehmungen von der Umwelt

    o Wahrnehmungen von unserem Körper

    o Wahrnehmungen von unseren mentalen Vorgängen

    Nun schließt sich fast zwangsläufig die Frage an, in welcher Beziehung diese Warhnehmungen bzw. Empfindungen zueinander stehen.

    Ist übrigens "Warhenhmung" dasselbe wie "Empfindung" ?

  • Wenn ich das richtig sehe, besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass wir unsere Empfindungen - zumindest im Alltag - in drei Kategorien einteilen:

    o Wahrnehmungen von der Umwelt

    o Wahrnehmungen von unserem Körper

    o Wahrnehmungen von unseren mentalen Vorgängen

    Nun schließt sich fast zwangsläufig die Frage an, in welcher Beziehung diese Warhnehmungen bzw. Empfindungen zueinander stehen.

    Ist übrigens "Warhenhmung" dasselbe wie "Empfindung" ?

  • Ich denke, dass wird sich sehr schnell im weiteren Textverlauf zeigen. Ich will aber auch nicht einfach vorgreifen.
    Vielleicht mag ja der Thread-Autor hier einen etwaigen Rhythmus vorschlagen, wie und in welchem Tempo wir eigentlich im Text vorgehen wollen?

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
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  • Ich denke, dass wird sich sehr schnell im weiteren Textverlauf zeigen. Ich will aber auch nicht einfach vorgreifen.
    Vielleicht mag ja der Thread-Autor hier einen etwaigen Rhythmus vorschlagen, wie und in welchem Tempo wir eigentlich im Text vorgehen wollen?

    Es ist gut, ins philosophische Nichts zu springen. Besser ist es, wieder heil nach Hause zu kommen.
    Wenn du die Natur beherrschen willst, mein lieber Adson, musst du zuerst lernen ihr zu gehorchen. (aus Der Name der Rose)
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