Die Sicht von Imperium und Regnum bei Otto III

  • Dieser Thread soll den deutschen ottonischen Kaiser Otto III thematisieren. Und zwar soll geklärt werden, wie dieser selbst "Imperium" und "Regnum" sah.

    Grundlage dazu ist Hubert Jedins "Handbuch der Kirchengeschichte", Band III/1.

    Ich wünsche uns eine ertragreiche Diskussion!

    Macky

    "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." (B. Brecht)
    "EUROPA wird christlich oder es wird überhaupt nicht mehr sein" (Romano Guardini).
    "LEHRER: Warum sollen sie Beamte sein?" (Macky)

  • Dieser Thread soll den deutschen ottonischen Kaiser Otto III thematisieren. Und zwar soll geklärt werden, wie dieser selbst "Imperium" und "Regnum" sah.

    Grundlage dazu ist Hubert Jedins "Handbuch der Kirchengeschichte", Band III/1.

    Ich wünsche uns eine ertragreiche Diskussion!

    Macky

    "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." (B. Brecht)
    "EUROPA wird christlich oder es wird überhaupt nicht mehr sein" (Romano Guardini).
    "LEHRER: Warum sollen sie Beamte sein?" (Macky)


  • Wird keine ausreichende Erläuterung der zu diskutierenden Thematik nachgeliefert wird der Thread in den Bereich "Politik" verschoben, dessen Themenstellung lautet: "Aktuelles, Historisches rund um das Geschehen in der Welt und die Politik".
    (Bei etwaiger Verschiebung wird dieser moderatorische, Wi-Phi-spezifische Hinweis gelöscht.)


    Das Thema ist Kaiser Otto III, speziell dessen Sicht von Regnum und Imperium.

    Als Grundlagenliteratur dient das Werk von Hubert Jedin.

    Weiterführende Literatur zu Otto III ist hier:

    - Ter Braak, Kaiser Otto III, Dissertation Amsterdam 1928
    - P. E. Schramm, Kaiser, Rom und Renovatio
    - M. Uhlirz, Otto III und das Papsttum, HZ 162 (1940)

    Als Input zunächst einmal Jedin:

    "In Rom verbleibend, begann Otto III., mit der renovatio imperii, wie sie ihm vorschwebte, Ernst zu machen. Freilich war der hochbegabte, erst achtzehn Jahre zählende Herrscher noch keineswegs eine in sich geschlossene Persönlichkeit. Asketische Neigungen und fast schwärmerische Frömmigkeit ließen ihn ebenso gerne Odilo von Cluny empfangen wie die großen italischen Eremiten Nilus und Romuald aufsuchen und innige Freundschaft mit Adalbert von Prag knüpfen, die auch dann noch andauerte, als der in den Konflikt zwischen Klosterfrieden und Apostolat hineingestellte Freund sich der Ostmission weihte und 997 im heidnischen Preußen das Martyrium erlitt.
    Auf der anderen Seite besaß der junge Kaiser ein hohes, auf universale Geltung zielendes Herrscherbewußtsein, politische Leidenschaft und eine durch literarische Studien genährte Begeisterung für das Imperium Romanum .“

    Hier wird also zunächst auf die Unerfahrenheit und das jugendliche Alter Ottos III verwiesen, andererseits sein "auf universale Geltung zielendes Herrscherbewußtsein" angedeutet, nebst seiner politischen Orientierung und seiner Belesenheit und Begeisterung für die Römer.

    Es ist zu fragen, wie sich dieses auf universale Geltung zielende Herrscherbewußtsein manifestiert.

    Weiter ist zu fragen, wie Otto III das Regnum sieht.

    Macky

    "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." (B. Brecht)
    "EUROPA wird christlich oder es wird überhaupt nicht mehr sein" (Romano Guardini).
    "LEHRER: Warum sollen sie Beamte sein?" (Macky)

    Edited 3 times, last by MackyMesser (July 16, 2012 at 3:22 PM).


  • Wird keine ausreichende Erläuterung der zu diskutierenden Thematik nachgeliefert wird der Thread in den Bereich "Politik" verschoben, dessen Themenstellung lautet: "Aktuelles, Historisches rund um das Geschehen in der Welt und die Politik".
    (Bei etwaiger Verschiebung wird dieser moderatorische, Wi-Phi-spezifische Hinweis gelöscht.)


    Das Thema ist Kaiser Otto III, speziell dessen Sicht von Regnum und Imperium.

    Als Grundlagenliteratur dient das Werk von Hubert Jedin.

    Weiterführende Literatur zu Otto III ist hier:

    - Ter Braak, Kaiser Otto III, Dissertation Amsterdam 1928
    - P. E. Schramm, Kaiser, Rom und Renovatio
    - M. Uhlirz, Otto III und das Papsttum, HZ 162 (1940)

    Als Input zunächst einmal Jedin:

    "In Rom verbleibend, begann Otto III., mit der renovatio imperii, wie sie ihm vorschwebte, Ernst zu machen. Freilich war der hochbegabte, erst achtzehn Jahre zählende Herrscher noch keineswegs eine in sich geschlossene Persönlichkeit. Asketische Neigungen und fast schwärmerische Frömmigkeit ließen ihn ebenso gerne Odilo von Cluny empfangen wie die großen italischen Eremiten Nilus und Romuald aufsuchen und innige Freundschaft mit Adalbert von Prag knüpfen, die auch dann noch andauerte, als der in den Konflikt zwischen Klosterfrieden und Apostolat hineingestellte Freund sich der Ostmission weihte und 997 im heidnischen Preußen das Martyrium erlitt.
    Auf der anderen Seite besaß der junge Kaiser ein hohes, auf universale Geltung zielendes Herrscherbewußtsein, politische Leidenschaft und eine durch literarische Studien genährte Begeisterung für das Imperium Romanum .“

    Hier wird also zunächst auf die Unerfahrenheit und das jugendliche Alter Ottos III verwiesen, andererseits sein "auf universale Geltung zielendes Herrscherbewußtsein" angedeutet, nebst seiner politischen Orientierung und seiner Belesenheit und Begeisterung für die Römer.

    Es ist zu fragen, wie sich dieses auf universale Geltung zielende Herrscherbewußtsein manifestiert.

    Weiter ist zu fragen, wie Otto III das Regnum sieht.

    Macky

    "Und der Haifisch, der hat Zähne ..." (B. Brecht)
    "EUROPA wird christlich oder es wird überhaupt nicht mehr sein" (Romano Guardini).
    "LEHRER: Warum sollen sie Beamte sein?" (Macky)

    Edited 3 times, last by MackyMesser (July 16, 2012 at 3:22 PM).

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